Europaabgeordneter Albert Deß

EU-Bewerbung online

NEUMARKT. EU-Bürger mit guten Fremdsprachenkenntnissen können sich bis zum 20. Juli 2005 online für eine EU-Laufbahn bewerben.

Darauf hat der CSU-Europaabgeordnete Albert Deß hingewiesen. Zwei Amtssprachen sind fließend zu beherrschen, ausreichende Kenntnisse in einer weiteren Hauptsprache nachzuweisen. Das Europäische Amt für Personalauswahl (EPSO) hat die Bewerber-Datenbank ins Internet gestellt. Ab 2006 sollen aus diesem Pool Mitarbeiter eingestellt werden, um freie Stellen in Brüssel und Luxemburg zu besetzen. Im 2. Halbjahr 2005 soll eine Datenbank von hoch qualifizierten Experten folgen.

Unabhängig davon laufen die Auswahlverfahren für die EU-Beamtenlaufbahn. Gesucht werden Beamte für die Funktionsgruppen Administration (AD) und Assistenz (AST). Zielgruppe sind vor allem Berufsanfänger, wobei in der Regel eine mindestens dreijährige Berufserfahrung im vorgesehenen Tätigkeitsbereich vorausgesetzt wird. Ab September 2005 werden Rechtsexperten und Dolmetscher gesucht.

Die AST-Laufbahn ist mit dem gehobenen Dienst zu vergleichen, aber besser dotiert. Auch die Aufstiegschancen sind gut. In Deutschland werden die attraktiven Möglichkeiten einer AST-Laufbahn häufig übersehen, hieß es von Deß. Die Auswahl ("Concours") wird vom Europäischen Amt für Personalauswahl durchgeführt (EPSO).

Internet-Adresse: europa.eu.int/epso/index_de.htm.
Nähere Informationen gibt es auch unter folgender Adresse:
www.auswaertiges-amt.de/www/de/eu_politik/wissenswertes/concours/index_html
08.07.05

"Unterwegs in Europa"

NEUMARKT. Die neue Broschüre "Unterwegs in Europa 2005" kann man ab sofort im Europabüro von Abgeordnetem Albert Deß erhalten.

Die aktuelle Ausgabe der Broschüre liefert nützliche Informationen für Reisende. Dazu gehören die Bedingungen im Straßenverkehr wie z.B. Geschwindigkeitsbegrenzungen, Straßennutzungsgebühren und Geltungsbereiche der Kfz-Versicherung. Außerdem enthält sie für Reisende nützliche Informationen wie Vorwahlen, Wechselkurse, durchschnittliche Temperaturen und die notwendigen Reiseunterlagen.

Auch Informationen zur Mitnahme von Haustieren oder zum Anspruch auf ärztliche Versorgung sind in der handlichen Broschüre enthalten. Nützliche Links und Adressen für ausführliche Informationen sind ebenfalls gegeben. Eine Karte der Europäischen Union mit statistischen Grunddaten der Länder rundet das kleine Informationsbündel ab.
Unterwegs in Europa 2005 erhält man im CSU-Europabüro Albert Deß, Weinbergerstraße 18, Neumarkt.
01.07.05

Nur ein halbes Prozent

NEUMARKT. Weniger als ein halbes Prozent des Bruttosozialproduktes der EU werde für die gemeinsame Agrarpolitik ausgegeben. Damit trat der agrarpolitische Sprecher der CSU-Gruppe im Europäischen Parlament Albert Deß Äußerungen von Tony Blair entgegen, der die hohen Ausgaben auf diesem Gebiet kritisiert hatte.

Dem britischen Premier und künftigen EU-Ratspräsidenten Tony Blair mangelt es an Verlässlichkeit. Dazu Albert Deß: "Die Agrarfinanzierung bis 2013 wurde mit Blairs Stimme beschlossen. Er macht sich unglaubwürdig, wenn er jetzt gegen seinen eigenen Beschluss wettert. Auch der Erweiterung um Bulgarien und Rumänien hat er zugestimmt, wohl wissend, dass dies mit Mehrkosten verbunden ist. Statt andere an den Pranger zu stellen, soll sich Blair an der Finanzierung Europas beteiligen, entsprechend der Wirtschaftsleistung seines Landes und ohne Rabatt. Bei dem BSE-Skandal in Großbritannien, dem größten in einem Land Europas, hat sein Land umfangreiche EU-Gelder für die britischen Bauern kassiert. Ebenso konnte Großbritannien Beihilfen zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche bekommen."

Blair fordert im EU-Haushalt gerade im Agrarbereich massive Einschnitte. Dazu Albert Deß: "Es ist richtig, dass derzeit über 40% des EU-Haushaltes auf den Agrarbereich entfallen. Aber Blairs Argumentation ist unvollständig, weil unter Einbeziehung der nationalen Haushalte der Anteil für die Landwirtschaft erheblich geringer ausfällt."

Es werden tatsächlich weniger als 0,5% vom Bruttosozialprodukt der EU für die gemeinsame Agrarpolitik ausgegeben, mit weiter sinkender Tendenz (für 2013 werden 0,33% prognostiziert). Welch anderer Sektor kann eine vergleichbare Ausgabenentwicklung vorweisen? Ist es zuviel, wenn 0,33% für die Landwirtschaft in Europa ausgegeben werden, die uns tagtäglich mit hochwertigen und preisgünstigen Nahrungsmitteln versorgt und unsere Kulturlandschaft pflegt? Außerdem ist sie Grundlage für viele Millionen Arbeitsplätze in vor- und nachgelagerten Bereichen.

Für Albert Deß ist es einfach unfair, der Landwirtschaft ständig den großen Anteil am EU-Budget vorzuhalten. Dieser Anteil ist die Konsequenz der Vergemeinschaftung der Agrarpolitik und nichts anderes.

"Das sensible Thema Agrarausgaben muss richtig und in der Relation zu den Gesamtausgaben kommuniziert werden", so Albert Deß abschließend.
28.06.05


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17. Jahrgang