Grüne

"Zusammenarbeit ändern"

NEUMARKT. Die Neumarkter Grünen wollen sich im Stadtrat von "FLitZ" absetzen und "Grüne Politik" einbringen.

Ihre Jahreshauptverammlung begannen die Neumarkter Grünen mit einer Schweigeminute für den am Mittwoch verstorbenen Bürgermeister Erich Bärtl. Vorsitzender Horst Wild würdigte die absolute politische, persönliche und berufliche Integrität des über die Parteigrenzen hinweg beliebten Kommunalpolitikers.

Die Landtagsabgeordnete Maria Scharfenberg berichtete über den Petitionsausschuss des bayerischen Landtags, dem sie angehört. Dabei erläuterte sie die allgemeine hohe Bedeutung des Petitionsausschusses für die Beteiligung der Bürger an der Demokratie. Dies zeigen die mehreren Tausend Petition, die jährlich beim Ausschuss eingingen.

Anschließend berichtete sie über das laufende Petitionsverfahren wegen des Verkaufs des Metzenauergrundstücks durch die Stadt Neumarkt. Zumindest ein "Geschmäckle" habe die Angelegenheit schon, sei doch ein Teil des Grundstücks für nur ein Viertel des Preises an eine Privatperson verkauft worden - im Vergleich zu dem Preis, den die Stadtwerke an die Stadt bezahlt hätten. Besonders die Einmischung des Landtagsabgeordneten und CSU-Stadtrats Herbert Fischer sei hier ärgerlich. Da er als Entscheidungsträger am Verkauf beteiligt war, sollte er sich jetzt als befangen nicht in das Petitionsverfahren einmischen, sagte sie.

Beim Bericht der Vorstandschaft ließ der Vorsitzende Horst Wild seine bisherige Amtszeit - es sind jetzt genau zwei Jahre - Revue passieren. In dieser Zeit fand ein "Kurswechsel" der Grünen zu Dialog und Kommunikation statt, der doch "deutliche Erfolge" brachte. So nannte Wild das Dialogverfahren für eine mögliche Osttangente, die weitgehenden Zusagen des Stadtbaumeisters zugunsten von Solarenergie, die Windkraft, "die nun auch Neumarkt erreichen wird" oder auch die Raucherstationen und den "Widerruf des Kopp-Rauswurfs aus der Arbeitsgruppe Stadthalle". Vieles bleibe noch zu tun, "aber wir werden die Anderen weiter vor uns hertreiben", so Wild. Wild bekräftigte, dieser Kurs werde auch beibehalten.

Bei den anstehenden Stadtratswahlen soll Kreisrätin Johanna Stehrenberg die Grünen-Liste anführen. Vorsitzender Wild sei gerne bereit, sie auf Platz 2 zu unterstützen. Eine Zusammenarbeit in der bisherigen Form mit FlitZ werde es nicht mehr geben. "Das wird man schon an der Liste erkennen können", so Wild. Künftig wollen die Grünen im Stadtrat in der Sache mit allen Parteien und Gruppierungen als zuverlässiger Partner zusammenarbeiten, dabei aber "eigenständig für Grüne Politik" arbeiten.

Als Ziel gab der Vorsitzende "5 Prozent + x" aus - also wenigstens zwei Stadtratsmandate sollen errungen werden. "Freilich kann man jetzt irgendwas Tolles als Ziel ansetzen, wir sollten aber realistisch bleiben. Wenn es mehr wird: um so besser", so Wild.

Das Wahlprogramm stehe bereits im Entwurf. Es ist aber noch genug Zeit, daran zu arbeiten. Schwerpunkte werden die Bereiche Umwelt und Soziales sein.
15.06.07

"Grüne Vorschläge umgesetzt"

NEUMARKT. Die Grünen in Postbauer-Heng freuen sich, daß beim Naturfreibad ihre Vorschläge umgesetzt wurden.

Allerdings wurde gleichzeitig kritisiert, daß "die Einweihungsfeier zu einer Propagandaveranstaltung der CSU entartet ist", heißt es in einer Pressemitteilung.

Das Bürgerbad sei so geworden, wie es die Grünen am Anfang der Planungsphase vorgeschlagen hatten, hieß es - inklusive des Namens. Der Regenerierungsbereich liege in der ehemaligen Wiese, das Problem des unendlichen Trinkwasserbedarfes für das Nachfüllen sei auf das Minimum, nämlich auf die Verdunstung, reduziert, und es sei ein Biotop entstanden, das bei schonender Pflege ein "Paradies für Amphibien und Wassergetier" werden könne.

Vielleicht könnten die Erwachsenen den Kindern noch erklären, dass die Bepflanzungen wichtig für die Funktion der biologischen Klärung seien und dass man das Schilf am Beckenrand in Ruhe lassen sollte, schlugen die Grünen vor.
28.05.07

Windrad begrüßt

NEUMARKT. Die Neumarkter Grünen begrüßen "außerordentlich" die Errichtung eines weiteren Windrades in Pilsach.

Damit zeige die Gemeinde Pilsach ihre Aufgeschlossenheit gegenüber innovativen Energien und werde mit dem weiteren Windrad "praktisch Nettostromerzeuger".

Die Stadt Neumarkt dagegen blockiere solche Projekte weiter. Die Grünen forderten angesichts der drohenden Klimakatastrophe Politik und Verwaltung in Neumarkt auf, "die Energiewende zu unterstützen" und den Weg für die Erzeugung erneuerbarer Energien frei zu machen.

Gerade von Oberbürgermeister Thumann wünschen wir uns mehr Engagement in dieser Richtung, heißt es in einer ÜPressemitteilung der Grünen. Gerade er habe doch im Wahlkampf "frischen Wind" versprochen.
07.05.07

Noch mehr Gen-Technik ?

NEUMARKT. "Gentechnisch verseuchte Lebensmittel" würden auch vor den Grenzen des Landkreises Neumarkt nicht Halt machen, warnen die Grünen.

Es sei zu befürchten, dass in Zukunft in den Regalen der Supermärkte noch viel mehr landen, heißt es in einer Pressemitteilung vom Freitag. Nachdem über 75 Prozent der deutschen Verbrauche gentechnisch manipulierte Nahrungsmittel ablehnen, versuchten nun die Konzerne mit Hilfe der Politiker "über das Hintertürchen" an ihr Ziel zu kommen.

Landwirtschafts- und Verbraucherschutzminister Seehofer und andere CSU-Politiker würden für die Wähler "die Öko-Radikalen spielen". Dann mache man aber Gesetze, die "alles andere als Verbraucher-Schutz" seien.
04.05.07


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ISSN 1614-2853
23. Jahrgang