Grüne

„Effizient ausgenutzt“

NEUMARKT. Der geplante Supermarkt an der Amberger Straße ist nach Ansicht der Grünen nicht notwendig - man begrüße aber die Planungen.

Denn Neumarkt bekomme mit dem Edeka-Markt seinen ersten Supermarkt mit Tiefgarage. Ein Teil der Parkplätze sei unter der Erde und mit Aufzügen bequem zu erreichen. Man stehe den aktuellen Planungen positiv gegenüber, hieß es.


Die Pläne zum Neubau des Markts zeigten, wie eine gegebene Fläche möglichst effizient ausgenutzt werden kann. Auch die Begrünung des Flachdachs sei ein Schritt in die richtige Richtung. Bei privaten Bauvorhaben stehe die Dachbegrünung bereits im Bebauungsplan, dies sollte auch für gewerbliche Bauvorhaben gelten. Schön wäre es natürlich gewesen, wenn Edeka nicht nur die erforderlichen 60 Prozent begrünen würde, sondern die gesamte Dachfläche.

Gerne hätten die Grünen noch weitere Dinge verwirklicht gesehen. Zum Beispiel eine Aufstockung des Gebäudes um ein oder zwei Stockwerke für bezahlbaren Wohnraum. Auch die Gestaltung der Außenparkplätze sollte „grün“ erfolgen.
18.02.19

Ausbau für 26 Millionen

NEUMARKT. Ein geplanter dreispuriger Ausbau der B 299 zwischen Neumarkt und Mühlhausen löst nicht auf allen Seiten reine Begeisterung aus.

Aus Sicht der Kreistagsfraktion der Grünen stehen Kosten und Nutzen in keinem Verhältnis. Auf Anfrage des Oberpfälzer Grünen-Bundestagsabgeordneten Stefan Schmidt zum Stand der Planungen in diesem Abschnitt ließ das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur mitteilen, dass nach aktuellem Sachstand der Ausbau bis 2028 erfolgen soll. Die Kosten sollen sich auf 26,2 Millionen Euro belaufen.


Die grünen Kreisräte befürchten auch, dass der Erhalt von Flora und Fauna bei den Planungen zu wenig im Vordergrund stand und daher alternative Planungsmöglichkeiten für mehr Naturschutz nicht in Betracht gezogen wurden.

Aus diesem Grund möchte Schmidt zusammen mit Bezirksratin und Grünen-Kreisvorsitzende Gabriele Bayer und Kreis- und Gemeinderäten den im Oktober fertiggestellten Bauabschnitt der Umgehung in Muhlhausen, wie auch die geplante Erweiterung nach Neumarkt in Augenschein nehmen. Ziel sei es, sich vor Ort ein genaueres Bild von Umsetzung und Planung zu machen.
03.02.19

"Zeichen gegen Tierquälerei"

NEUMARKT. Die Grünen im Kreistag wollen ein Zeichen gegen die erneute Aufschiebung des Verbotes der betäubungslosen Kastration von Ferkeln setzen.

Sie haben für die nächste Kreistagssitzung darum gebeten, für die gesamte Fraktion der Grünen ein "fleischloses Gericht" bereitzuhalten. Traditionell gibt es bei der letzten Sitzung des Jahres nach dem offiziellen Teil ein gemeinsames Essen.

Aus dem seit 2002 im Grundgesetz stehenden Tierschutz gehe hervor, dass es verboten ist, einem Tier ohne einen vernünftigen Grund Leid zuzufügen oder es zu töten.


Leider habe sich, so Kreisrat Markus Reischl, die Bundesregierung von der mächtigen Lobby der Fleischindustrie beeindrucken lassen. Das Verbot der betäubungslosen Kastration von Ferkeln wurde um weitere zwei Jahre verschoben, nachdem die letzten fünf Jahre nicht genutzt wurden.

Laut dem Fraktionsvorsitzenden Dr. Roland Schlusche gäbe es mittlerweile genug geeignete Möglichkeiten, die Geschlechtsreife der Ferkel ohne Schmerzen zu verhindern. Kreisrat Erwin Ehemann bedauert, dass für die Produktion von Billig-Fleisch in Massentierhaltung mit möglichst wenig Aufwand der Tierschutz in Deutschland "ein weiteres Mal Opfer der Geldgier der großen Fleischkonzerne" geworden sei. Die Kastration von Ferkeln ohne Betäubung stelle eine außerordentliche Tierquälerei dar und dürfe so nicht hingenommen werden, sagte Kreisrätin Christel Neufert.

Der Landkreis könnte Vorbild sein und nur Fleisch in den kreiseigenen Einrichtungen verwenden, das unter einwandfreien Tierschutzkriterien erzeugt wurde, sagte Stadt- und Kreisrätin Johanna Stehrenberg. Bis es soweit ist, sollte man am besten ganz auf Schweinefleisch verzichten.

Stadt- und Kreisrätin Sigrid Steinbauer-Erler zitiert in diesem Zusammenhang Mahatma Gandhi, der einmal bemerkte, dass "die Größe einer Nation und ihr moralischer Fortschritt danach beurteilt werden können, wie sie ihre Tiere behandelt".
14.12.18

"Nur zurückgestellt".

NEUMARKT. Die geplante Autobahnausfahrt bei Traunfeld ist offenbar noch nicht "tot". Das höchst umstrittene Projekt sei "nur zurückgestellt".

Das ließ das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur auf eine Anfrage des Oberpfälzer Grünen-Bundestagsabgeordneten Stefan Schmidt zum Stand der Planungen mitteilen. Die geplante Anschlussstelle werde "vor Ort kontrovers diskutiert", heißt es in dem Schreiben, das neumarktonline vorliegt. Die Projektplanung sei jedoch nur zurückgestellt.

MdB Stefan Schmidt und Dr. Roland Schlusche, der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Neumarkter Kreistag, forderten in einer Stellungnahme "Klarheit für die Bürger".


Im Sommer sei verkündet worden , dass es keine Autobahnausfahrt Traunfeld geben wird, heißt es von den Grünen-Politikern. Nun stelle sich heraus: die Planungen seien tatsächlich nur aufgeschoben. Es dürfe nicht noch einmal passieren, daß ohne Zutun der Bürger mit der Planung begonnen werde.

Schmidt und Schlusche forderten, "dass klargemacht wird: die Planungen für die Autobahnausfahrt Traunfeld sind begraben".

In einem Schreiben an die Landräte der Landkreise Nürnberg-Land und Neumarkt, Armin Kroder und Willbald Gailler, habe man deutlich gemacht, "dass es hier um die Glaubwürdigkeit politischer Akteure geht, aber auch um Kosteneffizienz in der Verwaltung. Wenn niemand vor Ort eine Anschlussstelle bei Traunfeld will, dann muss auch niemand im Ministerium oder der Autobahndirektion daran planen."
12.12.18


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ISSN 1614-2853
18. Jahrgang