Statistiken aus Bayern

Zwei tödliche Unfälle

NEUMARKT. Auch auf der Autobahn hat im Landkreis Neumarkt die Zahl der Unfälle, der Verletzten und der Unfalltoten stark zugenommen.

Nach einem erfreulichen "Nuller" im Jahr zuvor wurden im letzten Jahr wieder zwei Todesopfer gezählt, hieß es bei der Vorstellung der Jahresstatistik bei der Parsberger Autobahnpolizei, die für 50 Kilometer Autobahn zwischen Oberölsbach und Laaber zuständig ist.


Auch die Zahl der Unfälle stieg um fast 15 Prozent auf 386, die Zahl der Verletzten sogar um dramatische 85 Prozent auf 89 Personen.

Auch auf den übrigen Straßen im Landkreis nahmen die Unfall-Zahlen teils sehr stark zu (wir berichteten). Mit 14 Toten hat sich die Zahl der getöteten Unfall-Opfer im Landkreis fast verdreifacht.

Ein ausführlicher Bericht folgt. (Bericht hier)
04.04.16

Deutlich mehr Straftaten


Die gefährlichsten und sichersten Pflaster im Landkreis Neumarkt
(zur Vergrößerung auf die Grafiken klicken)


Gesamtstraftaten


Die Verteilung der Delikte


Gewaltkriminalität


Straßenkriminalität


Diebstähle


Wohnungseinbrüche


Rauschgiftkriminalität
NEUMARKT. Die Zahl der Straftaten ist auch im Landkreis Neumarkt im letzten Jahr deutlich angestiegen. Statistisch am gefährlichsten ist es in Velburg mit über sechs Straftaten pro 100 Einwohner, vor Neumarkt und Parsberg. Die "sichersten Pflaster" im Landkreis Neumarkt sind die Gemeinden Breitenbrunn, Sengenthal und Berngau.

Die Zahl der Straftaten stieg im letzten Jahr um satte 14,5 Prozent auf 4330 Fälle, allerdings gab es in wichtigen Teilbereichen auch deutliche Rückgänge: so sanken zum Beispiel die Zahlen leicht im Bereich der Gewaltkriminalität und der Straßenkriminalität. Deutliche Zunahmen gab es bei Diebstählen und vor allem bei Einbrüchen, aber auch bei der Rauschgiftkriminalität. Zahlen und Enbtwicklungen können aus den Grafiken (zur Vergrößerung auf die Grafik klicken) entnommen werden.

Auch im gesamten Regierungsbezirk ist die Zahl der Straftaten agestiegen, hieß es bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Regensburg. Dies sei allein auf den Anstieg der Ausländerzahlen zurückzuführen. Allerdings sind die Asylbewerber oder Flüchtlinge nicht etwa krimineller als die deutschen Bürger: sie begehen schlicht Straftaten, die deutsche Staatsbürger auch bei größtmöglichen Vorsatz gar nicht begehen können: der Zuwachs ist ausschließlich auf die Anzeigenerstattung wegen aufenthaltsrechtlicher Verstöße im Zusammenhang mit der Flüchtlingswelle zurückzuführen, hieß es in dem Pressegespräch des Polizeipräsidiums.

Betrachte man die Fallzahlen ohne die Verstöße nach dem Aufenthaltsgesetz, so ergibt sich ein Rückgang um 1.705 Fälle oder 3,6 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre.

Die Diebstahlsdelikte, die mit 28,7 Prozent, wie bereits in den vergangenen Jahren, den größten Anteil an der Gesamtkriminalität einnehmen, sind zum zweiten Mal in Folge rückläufig. Sie sanken um 348 Fälle oder 2,2 Prozent auf 15.503 Delikte. Dies stellt nach 2010 den niedrigsten Wert der letzten zehn Jahre dar. Im Landkreis Neumarkt ist der Trend allerdings gegensätzlich: hier nahmen die Diebstahlsdelikte um 18,1 Prozent auf 1507 Fälle zu

Der Wohnungseinbruchdiebstahl, der zwar nur ein Prozent der Gesamtkriminalität beträgt, ist dennoch eine Erscheinungsform der Diebstahlskriminalität, die das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung massiv beeinträchtigt und deren Bekämpfung dem Polizeipräsidium Oberpfalz sehr am Herzen liegt, hieß es. Denn trotz vielfältigster Anstrengungen stiegen die Wohnungseinbrüche um 13 Delikte auf 561 Fälle und damit auf den höchsten Wert der letzten zehn Jahre. Im Landkreis Neumarkt ist die Zuanahme noch weit dramatischer: Hier stieg die Zahl um 46,3 Prozent oder 25 Delikte auf 79 Fälle und damit auf den höchsten Wert der letzten zehn Jahre.


Mit großer Sorge betrachten wir die Entwicklung bei den Drogentoten. Im abgelaufenen Jahr starben ind er Oberpfalz 30 Menschen an übermäßigem Drogenkonsum (drei Frauen und 27 Männer). Im Vergleich zum Jahr 2014 stellt dies eine Steigerung um 25 Prozent dar. Auch im Landkreis Neumarkt nahm die Rauschgiftkriminalität deutlich zu: um 42 Prozent oder 72 Fälle auf 242 Delikte. Allerdings hatte man im Jahr zuvor ungewöhnlich niedrige Zahlen, so daß mit der Steigerung gerade einmal die Werte aus dem Jahr 2014 erreicht wurden.


Bei der Pressekonferenz (v.l.): Polizeirat Christian Kiener, Leiter des Präsidialbüros des PP Oberpfalz u. Moderator der Veranstaltung; Polizeipräsident Gerold Mahlmeister; Polizeivizepräsident Michael Liegl; Leiter des Sachgebietes Kriminalitätsbekämpfung, Leitender Kriminaldirektor Klaus Bachl

24.03.16

Auch im Süden mehr Unfälle


Die Zahl der schweren Verkehrunfälle ist stark angestiegen

NEUMARKT. Wie im gesamten Landkreis (neumarktonline berichtete) sind im Jahr 2015 auch im Süden mehr Menschen im Straßenverkehr verunglückt, wurden verletzt oder starben.

Die Parsberger Polizei legte jetzt die neuesten Zahlen vor. Besonders besorgniserregend: teils erhebliche Zunahmen gab es in jeder einzelnen der Süd-Gemeinden.

Nach der recht günstigen Entwicklung des Unfallgeschehens des Jahres 2014 hat sich die Situation im Jahr 2015 deutlich relativiert, sagte am Montag der Parsberger Polizei-Chef, Erster Polizeihauptkommissar Peter Gotteswinter. Mit einem Gesamtplus von 14,1 Prozent summierte sich der Stand auf insgesamt 998 Unfallereignisse. Ansteigend zeigte sich auch die Zahl der dabei verletzten Verkehrsteilnehmer auf 133 (102). Zu beklagen sind im Vorjahr zwei tödlich verletzte Unfallopfer - im Jahr davor starb nur ein Mensch auf den Straßen, für die die Parsberger Inspektion zuständig ist.


Trotz des hohen Gesamtwertes bewegen sich viele Eckdaten in Detailbereichen in der Bandbreite der letzten Jahre, sagte Gotteswinter.

Die Unfälle mit Personenschäden erhöhten sich um 20,68 Prozent auf 98 (81). Dabei wurden 2 (1) Menschen getötet, 133 (102) Personen verletzt, 101 (79) davon leicht, 32 (23) schwer.

Der Bereich der schwerwiegenden Sachschadenunfälle liegt mit 98 (88) Unfällen im Korridor der letzten Jahre, hieß es. Bei diesen beiden Unfallgruppen entstand ein Gesamtschaden von gut einer Million Euro. Allerdings dürfte der reale Schaden deutlich höher liegen, wenn alle Folgekosten berücksichtigt werden.

Die Kleinunfallzahlen (also Unfälle mit geringfügigen Rechtsverstößen und geringem Schaden sowie Wildunfälle) zeigen sich mit 802 Unfällen (705) um 13,75 Prozent ebenfalls mit klarer Tendenz nach oben. Der Anteil der Wildunfälle davon ist bei einem Anstieg um 10,8 Prozent mit 540 (487) Fällen ausgewiesen. Bei Wildunfällen wurden, wie im Vorjahr, 2 (2) Personen leicht verletzt.

Fälle von „Unfallfluchten“ schlugen mit einem Wert von 60 (50) zu Buche, wobei erfreulicherweise 41,66 Prozent der Fälle aufgeklärt werden konnten. Hier dankte die Polizei einer ganzen Reihe von guten Zeugen und Hinweisgebern, deren Informationen außerordentlich wichtig waren und weiterhin sind.

Nach dem extrem niedrigen Zahlenwert von 2014 stieg die Zahl der Verkehrsunfälle mit der Ursache Alkoholeinwirkung im Jahr 2015 von drei auf zehn erheblich, wenngleich auch diese Zahl innerhalb der Erfahrungswerte der letzten Jahre liegt. Bei zwei dieser Unfälle wurden insgesamt drei Personen leicht verletzt.

Deutlich gestiegen ist mit einem Wert von 27 (18) auch die Zahl der Motorrad-Unfälle. Dabei wurden 24 (18) Personen verletzt, zehn davon schwer und zwei Fahrer getötet.

Mitte Mai wurde ein 67jähriger Motorradfahrer auf der Staatsstraße 2234 im Bereich der Autobahnzufahrt Parsberg von einem verbotswidrig vor ihm abbiegenden Auto erfasst (wir berichteten). Der Motorradfahrer erlag seinen Verletzungen ebenso wie der Mitte September von Wissing in Richtung Schnufenhofen fahrende 21jährige Mann, der geschwindigkeitsbedingt gegen eine Kapelle geprallt war (wir berichteten).

Neun (sieben) Fahrradfahrer waren in Unfälle verwickelt. Fünf wurden verletzt, drei davon schwer.

Im vergangenen Jahr wurde wie ein Jahr zuvor bei einem Schulwegunfall eine Schülerin leicht verletzt. Das 14jährige Mädchen befand sich auf dem Schulweg als Beifahrerin in einem Auto, der in einen Vorfahrtsunfall verwickelt worden war.

Im Jahr 2015 wurde kein Unfall mit Drogeneinwirkung aktenkundig.

Der Dienstbereich der PI Parsberg mit seinen sieben Gemeinden weist aktuell keinen regional eingrenzbaren Unfallschwerpunkt auf, sagte Gotteswinter.

Die Hauptunfallursache für Verkehrsunfälle mit schweren Folgen (196 Personen-/Sachschäden) ist überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit mit 51 (30) Fällen. Alleine 44 (18) Verkehrsteilnehmer wurden letztendlich durch diese „Raserei“ verletzt - einer getötet.

Fehlerhaftes Verhalten im Hinblick auf Straßenbenutzung in 43 (23) Fällen und Vorfahrtsgewährung in 30 (49) Fällen sind als weitere Hauptursachen für folgenschwere Unfälle zu nennen.

Die Altersgruppe der jungen Erwachsenen (18 bis 24 Jahre) ist mit 64 (45) Unfällen, das heißt mit 32,65 Prozent an der Unfallklasse „schwer“ erheblich beteiligt.

Der Anteil der Unfallbeteiligten der Altersgruppe über 65 Jahren liegt hier mit 27 (29) Unfällen bei 13,77 Prozent. Diese Gruppe der Senioren zeigt sich hinsichtlich des geschwindigkeitsbedingten Fehlverhaltens unauffällig und fällt eher durch Vorfahrtsverletzungen und Abbiegefehler auf.

Die Anzahl der Verkehrsstraftaten wie Nötigung und Beleidigung im Straßenverkehr, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Kennzeichenmissbrauch usw. stieg auf 46 Fälle (36) an. Davon waren allerdings insgesamt 35 (21) Fälle dem Bereich der „Schwarzfahrer“ zuzuordnen, die bei Verkehrskontrollen ohne erforderliche Fahrerlaubnis auf frischer Tat ertappt worden sind.

Die Gesamtunfallzahlen in den einzelnen Inspektions-Gemeinden:
2015 2014 2013 2012 2011 2010
Breitenbrunn 127 98 96 103 106 81
Dietfurt 127 119 113 122 90 133
Hohenfels 111 92 96 129 102 86
Lupburg 62 54 56 52 42 54
Parsberg 260 235 224 247 229 272
Seubersdorf 138 117 117 131 100 110
Velburg 162 144 138 151 138 133


Neben stationären Geschwindigkeitsmessungen der überregional tätigen Verkehrspolizeiinspektion Regensburg ahndeten die Beamten der Inspektion Parsberg bei insgesamt 128 Handlaser-Messstunden 366 gravierende Geschwindigkeitsverstöße. 28 Fahrzeugführer wurden wegen Alkoholisierung am Steuer „aus dem Verkehr gezogen“ und mit Fahrverboten oder Entzug der Fahrerlaubnis belegt. Neun Personen wurden unter Drogeneinwirkung als Fahrzeuglenker entdecktt und angezeigt. Bei fünf fahruntüchtigen Autofahrern wurde eine Trunkenheitsfahrt verhindert. Sie konnten rechtzeitig vor Fahrtantritt von der Polizeistreife gestoppt werden.
29.02.16

Dramatisch mehr Unfall-Tote


Mit dieser Harley verunglückte im Juni 2015 ein 54jährige Motorradfahrer bei Pollanten tödlich
Foto:Archiv
NEUMARKT. Die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr hat sich im Landkreis Neumarkt im letzten Jahr fast verdreifacht: 14 Menschen starben bei Verkehrsunfällen.

Auch die Zahl der Unfälle, der Verunglückten, der Schwer- und Leichtverletzten ist im Raum Neumarkt teils erheblich angestiegen. Zunahmen dieser Zahlen wurden auch aus der gesamten Oberpfalz gemeldet.

Zum Vergleich: bis in den September hatte im Jahr 2014 der Landkreis Neumarkt eine - je nach Lesart - völlig oder nahezu "weiße Weste", was tödliche Verkehrsunfälle anbelangt. Ein tödlicher Unfall auf der Autobahn - direkt an der Landkreis-Grenze zwischen Altdorf und Oberölsbach - wurde von der Parsberger Autobahnpolizei (weil ab Oberölsbach nicht mehr zuständig) nicht mitgezählt, vom Statistischen Landesamt später aber sehr wohl dem Landkreis zugeordnet.


Im September gab es dann bei Dietfurt einen tödlich verunglückten Motorradfahrer und im Dezember passierten dann innerhalb weniger Tage noch drei schwere Verkehrsunfälle, bei denen drei Menschen starben.

Von einer "weißen Weste" ist der Landkreis Neumarkt im letzten Jahr weiter entfernt gewesen denn je: 14 tödliche Unfälle verdarben die Statistik und die Laune der Polizeibeamten. Nur in den Jahren 2011 (20) und 2005 (22) gab es mehr Verkehrstote.

Und auch die übrige Unfall-Statistik im Landkreis Neumarkt kann die Stimmung nicht verbessern: die Zahl der Unfälle mit Verletzten stieg von 444 auf 509, die Zahl der Unfall-Opfer von 585 auf 723, die Zahl der Schwerverletzten von 119 auf 132 und die Zahl der Leichtverletzten von 461 auf 577.

Das ist es kein Trost, daß auch in der Gesamt-Oberpfalz die Gesamtunfallzahlen wie auch die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden im vergangenen Jahr anstiegen. Waren es im Jahr 2014 "lediglich" 61 Unfalltote, verunglückten im abgelaufenen Jahr in der Oberpfalz 83 Personen tödlich. Erfreulich sei dagegen die Entwicklung in der Langzeitentwicklung, also im Zehn-Jahres-Vergleich. Hier kam es oberpfalzweit zu einem Rückgang der Zahlen um 5,7 Prozent von 4.878 auf 4.599.

Hauptgrund für die gestiegenen Unfallzahlen im vergangenen Jahr ist in der Oberpfalz übrigens der Anstieg der Wildunfälle, die mittlerweile einen Anteil von 30,3 Prozent aller Verkehrsunfälle darstellen.

Nachdem die Gesamtzahl der registrierten Verkehrsunfälle in der Oberpfalz sowohl 2013 wie auch 2014 rückläufig war, musste im vergangenen Jahr ein Anstieg von 31.648 auf 34.212 - also 8,1 Prozent - verzeichnet werden.

Bei 4.599 Verkehrsunfällen wurden Personen verletzt, im Jahr 2014 belief sich die Zahl noch auf 4.392. Somit ist in diesem Bereich eine Steigerung um 4,7 Prozent eingetreten.

Auch die Zahl der Verkehrstoten ist im Vergleich zum Vorjahr in der Oberpfalz gestiegen. Starben im Jahr 2014 noch 61 Menschen bei Verkehrsunfällen in der Oberpfalz und somit die wenigsten seit der Einführung der Statistik im Jahr 1954, waren es im abgelaufenen Jahr 83. Ein Anstieg um 36,1 Prozent.
23.02.16


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