Statistiken aus Bayern

Dramatisch mehr Unfall-Tote


Mit dieser Harley verunglückte im Juni 2015 ein 54jährige Motorradfahrer bei Pollanten tödlich
Foto:Archiv
NEUMARKT. Die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr hat sich im Landkreis Neumarkt im letzten Jahr fast verdreifacht: 14 Menschen starben bei Verkehrsunfällen.

Auch die Zahl der Unfälle, der Verunglückten, der Schwer- und Leichtverletzten ist im Raum Neumarkt teils erheblich angestiegen. Zunahmen dieser Zahlen wurden auch aus der gesamten Oberpfalz gemeldet.

Zum Vergleich: bis in den September hatte im Jahr 2014 der Landkreis Neumarkt eine - je nach Lesart - völlig oder nahezu "weiße Weste", was tödliche Verkehrsunfälle anbelangt. Ein tödlicher Unfall auf der Autobahn - direkt an der Landkreis-Grenze zwischen Altdorf und Oberölsbach - wurde von der Parsberger Autobahnpolizei (weil ab Oberölsbach nicht mehr zuständig) nicht mitgezählt, vom Statistischen Landesamt später aber sehr wohl dem Landkreis zugeordnet.


Im September gab es dann bei Dietfurt einen tödlich verunglückten Motorradfahrer und im Dezember passierten dann innerhalb weniger Tage noch drei schwere Verkehrsunfälle, bei denen drei Menschen starben.

Von einer "weißen Weste" ist der Landkreis Neumarkt im letzten Jahr weiter entfernt gewesen denn je: 14 tödliche Unfälle verdarben die Statistik und die Laune der Polizeibeamten. Nur in den Jahren 2011 (20) und 2005 (22) gab es mehr Verkehrstote.

Und auch die übrige Unfall-Statistik im Landkreis Neumarkt kann die Stimmung nicht verbessern: die Zahl der Unfälle mit Verletzten stieg von 444 auf 509, die Zahl der Unfall-Opfer von 585 auf 723, die Zahl der Schwerverletzten von 119 auf 132 und die Zahl der Leichtverletzten von 461 auf 577.

Das ist es kein Trost, daß auch in der Gesamt-Oberpfalz die Gesamtunfallzahlen wie auch die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden im vergangenen Jahr anstiegen. Waren es im Jahr 2014 "lediglich" 61 Unfalltote, verunglückten im abgelaufenen Jahr in der Oberpfalz 83 Personen tödlich. Erfreulich sei dagegen die Entwicklung in der Langzeitentwicklung, also im Zehn-Jahres-Vergleich. Hier kam es oberpfalzweit zu einem Rückgang der Zahlen um 5,7 Prozent von 4.878 auf 4.599.

Hauptgrund für die gestiegenen Unfallzahlen im vergangenen Jahr ist in der Oberpfalz übrigens der Anstieg der Wildunfälle, die mittlerweile einen Anteil von 30,3 Prozent aller Verkehrsunfälle darstellen.

Nachdem die Gesamtzahl der registrierten Verkehrsunfälle in der Oberpfalz sowohl 2013 wie auch 2014 rückläufig war, musste im vergangenen Jahr ein Anstieg von 31.648 auf 34.212 - also 8,1 Prozent - verzeichnet werden.

Bei 4.599 Verkehrsunfällen wurden Personen verletzt, im Jahr 2014 belief sich die Zahl noch auf 4.392. Somit ist in diesem Bereich eine Steigerung um 4,7 Prozent eingetreten.

Auch die Zahl der Verkehrstoten ist im Vergleich zum Vorjahr in der Oberpfalz gestiegen. Starben im Jahr 2014 noch 61 Menschen bei Verkehrsunfällen in der Oberpfalz und somit die wenigsten seit der Einführung der Statistik im Jahr 1954, waren es im abgelaufenen Jahr 83. Ein Anstieg um 36,1 Prozent.
23.02.16

Neue Touristik-Rekordzahlen


Der Raum Neumarkt als Touristik-Gebiet: im letzten Jahr gab es Rekord-Zahlen
Foto: Andreas Hub
NEUMARKT. Die Zahl der Gästeankünfte im Landkreis ist im letzten Jahr um 7,3 Prozent gestiegen, die Zahl der Übernachtungen sogar um 7,9 Prozent. Allerdings wollen die Gäste fast genauso schnell auch wieder weg. Trotz gewaltiger Steigerungen liegt die durchschnittliche Verweildauer der Landkreis-Besucher noch immer unter zwei Tagen.

Das geht aus den jüngsten Zahlen des Landesamtes für Statistik hervor, die jetzt vorgelegt wurden. Im Landkreis blieben demnach 212.616 Besucher 406.544 Nächte lang. Neumarkt toppt dabei die bayernweiten Zuwachsraten erheblich, obwohl auch die schon als Traumergebnis für den Freistaat bezeichnet werden.


Nach den vorläufigen Ergebnissen des Bayerischen Landesamts für Statistik stieg die Zahl der Gästeankünfte in den Beherbergungsbetrieben im Freistaat im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 5,4 Prozent auf den neuen Spitzenwert von 34,2 Millionen, die Zahl der Übernachtungen wuchs um 3,4 Prozent auf den neuen Höchststand von 88,1 Millionen. Dieser Erfolg setzte sich in den Regionen fort: In allen Regierungsbezirken lag die Zahl der Gästeankünfte und Übernachtungen über dem Vorjahresergebnis.

Die Zahlen der Gäste- und Übernachtungen stiegen übrigens bayernweit sowohl im Inländerreiseverkehr (Gästeankünfte: +4,6 Prozent; Übernachtungen: +2,8 Prozent) wie auch im Ausländerreiseverkehr (Gästeankünfte: +7,6 Prozent; Übernachtungen: +6,0 Prozent) und erreichten – mit Ausnahme der Übernachtungen aus Deutschland - jeweils neue Rekordstände. Die Zahl der Übernachtungen aus Deutschland war nur in den Jahren 1991 bis 1993 höher als 2015.

Alle Betriebsarten der Beherbergung melden für das Jahr 2015 gestiegene Gästezahlen. Von den Pensionen und den Erholungs-, Ferien- und Schulungsheimen abgesehen (jeweils: ±0,0 Prozent) stiegen auch die Übernachtungen bei allen Betriebsarten. Die höchsten Zuwächse gegenüber dem Vorjahr verzeichneten 2015 die Campingplätze (Gästeankünfte: +13,6 Prozent; Übernachtungen: +6,6 Prozent).
14.02.16

Mieten werden abgefragt

NEUMARKT. Für eine Mietwerterhebung im Landkreis startet in den nächsten ein Forschungsinstitut eine Umfreage unter ausgewählten Vermietern.

Wie hoch dürfen Mieten für Hartz-IV-Empfänger und Bezieher von Sozialhilfeleistungen sein?  Verbindliche Antworten soll ein sogenanntes „schlüssiges Konzept“ ergeben.  Hintergrund ist, dass der Landkreis Neumarkt bei der Anerkennung der Unterkunftskosten im Rahmen von Hartz-IV und der Sozialhilfeleistungen nach den gesetzlichen Vorgaben verpflichtet ist, die Unterkunftskosten in einem angemessenem Umfang zu übernehmen.


Diese angemessenen Unterkunftskosten orientieren sich dabei an dem spezifischen Mietenniveau in den verschiedenen Regionen des Landkreises. Im Rahmen einer breit angelegten Erhebung werden daher Wohnungsmieten des gesamten Wohnungsmarktes durch eine schriftliche Vermieterbefragung erhoben.

Ziel der Untersuchung ist es, eine aktuelle, rechtssichere Grundlage für die Berechnung der Kosten der Unterkunft gemäß der Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes zu erhalten. Mit der Erhebung und Auswertung hat der Landkreis Neumarkt  ein Forschungsinstitut aus Hamburg beauftragt. Auf der Basis dieser Erhebung werden dann die zukünftig gültigen Richtwerte für den Landkreis Neumarkt festgelegt.

Selbstverständlich ist die Teilnahme an der Erhebung freiwillig. Die Erhebungsmethodik sei mit dem Bayerischen und dem Örtlichen Datenschutzbeauftragten abgestimmt, hieß es.

Die Erhebung bei ausgewählten Vermietern beginnt in den nächsten Tagen. Sie erhalten vom Landkreis Neumarkt ein Schreiben mit den notwendigen Informationen.
22.01.16

Weniger Rindviecher


Die Zahl der Rinder ist im Landkreis zurückgegangen
Foto:Archiv
NEUMARKT. Nach jüngsten Zahlen ist die Zahl von Rindern wie auch von Rinderhaltern im Landkreis Neumarkt im letzten Jahr deutlich zurückgegangen. Im November letzten Jahres wurden 49.477 Tiere und 722 Rinderhalter gezählt; ein Jahr zuvor waren es noch 752 Besitzer mit insgesamt 49.768 Rindern.

Unter den 49.477 Rindern befanden sich im Landkreis 19.012 Milchkühe von 539 Haltern, teilte das Bayerische Landesamt für Statistik mit.

Auf Gemeindeebene liegen aktuelle Zahlen noch nicht vor, doch dürften auch im letzten Jahr die Gemeinden Berching, Velburg und Freystadt die Orte mit dem meisten Rindern gewesen sein.


Diese Tier- und Halterzahlen stammen aus dem Jahr 2014: Das Bayerische Landesamt für Statistik hat zum Stichtag 3. November 2015 rund 3,2 Millionen Rinder in 48.918 Haltungen ermittelt. Nahezu ein Drittel aller bayerischen Rinder wurde dabei in Oberbayern erfasst. Auf Kreisebene betrachtet weisen die Landkreise Unterallgäu, Rosenheim und Ostallgäu die höchsten Rinderbestände in Bayern auf. Im Durchschnitt verfügt ein Rinderhalter in Bayern über 66 Rinder.

Bayern hat dabei mit über 25,3 Prozent den höchsten Rinderanteil im Vergleich der Bundesländer. Im November 2014 wurden allerdings noch über 26.200 Tiere und 1.553 Haltungen mehr gezählt. Die Anzahl der Milchkühe betrug im November 2015 rund 1,2 Millionen Tiere. Dies entspricht einem Rückgang im Vergleich zu November 2014 um 0,7 Prozent.

Knapp ein Drittel des bayerischen Rinderbestandes entfällt auf Oberbayern (951.738 Rinder oder 29,7 Prozent). Danach folgen Schwaben (682.566 Rinder oder 21,3 Prozent) und Niederbayern (476.303 Rinder oder 14,9 Prozent). Am wenigsten Rinder werden in Unterfranken gehalten (121.191 Tiere oder 3,8 Prozent).

In Bayern lag die durchschnittliche Rinderzahl je Haltung zum Stichtag bei 66 Rindern und damit um 2 Rinder höher als noch im Vorjahr 2014. Die rinderreichen Landkreise Rosenheim und Ostallgäu liegen dabei mit 64 Rindern je Halter in etwa im bayerischen Durchschnitt, während Rinderhalter mit Betriebssitz im Unterallgäu durchschnittlich über 81 Rinder verfügen.

Der durchschnittliche bayerische Milchviehhalter hielt zum 3. November 36 Milchkühe, im November 2014 waren es 35 Tiere. Ein Milchkuhhalter im Unterallgäu besitzt im Schnitt 48 Milchkühe, im Ostallgäu sind es 40 Tiere. Ebenfalls über dem bayerischen Durchschnitt liegt der Landkreis Rosenheim mit 37 Milchkühen je Halter.
19.01.16


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15. Jahrgang