Bund Naturschutz Neumarkt

Auf Entdeckungstour

NEUMARKT. Nach einem Vortrag über heimische Orchideen war das Interesse so groß, daß der Bund Naturschutz eine Entdeckungstour veranstaltet.

Nachdem Förster Christian Wolf bei der Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe Neumarkt beim Bund Naturschutz letzten Freitag die Anwesenden mit seinem Lichtbildervortrag über "Orchideen in heimischen Wäldern" begeistert hat, begleitet er nun am Freitag alle interessierten Naturliebhaber auf einer naturkundlichen Wanderung ins Lengenbachtal.

Orchideen sind nicht nur für Kenner immer wieder ein Erlebnis. Man muss ein offenes Auge dafür haben, um die oft unscheinbaren Pflanzen an Stellen zu entdecken, wo man vielleicht gar nicht damit rechnet. Die verschiedenen Orchideenarten kommen in den unterschiedlichsten Lebensräumen vor, so dass nicht ausgeschlossen ist, dass neben den sonst oft verborgenen Schönheiten, eventuell auch die eine oder andere Orchidee auf der Wanderung anzutreffen sein wird.

Nachdem Christian Wolf als einer der besten Kenner der Orchideen in der Heimat gilt und im Diavortrag die Vielfältigkeit der Pflanzen durch das Makroobjektiv gezeigt hat, wurde bei vielen die Lust auf eine Begegnung mit diesen Kostbarkeiten "live" in der Natur geweckt.

Nicht nur Mitglieder, sondern auch Gäste sind bei dieser abendlichen Wanderung willkommen. Start ist am Freitag, 22. Juli um 18 Uhr am Wanderparkplatz beim Eingang zum Lengnbachtal bei Helena.
20.07.05

Naturschützer messen selbst

NEUMARKT. Der Bund Naturschutz will jetzt die Mobilfunkstrahlen an mehreren Punkten im Landkreis selbst messen.

Dazu trifft man sich am Freitag um 18 Uhr am alten Aldi-Parkplatz an der Dammstraße zur ersten Messung. In Fahrgemeinschaften geht es dann weiter nach Pilsach, wo weitere Messungen durchgeführt werden. Anschließend ist im Gasthof „Zum Schloss“ in Pilsach ein Vortrag des Umweltmesstechnikers Walter Friedel und eine Fragerunde geplant.

Die Veranstaltung des Bund Naturschutz soll ein Beitrag sein, in der Bemühung etwas Transparenz in das umstrittene Thema Mobilfunk zu bringen, soll jedem Bürger die Möglichkeit geben, sich selbst ein Bild zu machen, Fragen zu stellen, sich eine Meinung zu bilden, heißt es in der Einladung zu der Veranstaltung. Zu oft werde das Schlagwort „Mobilfunkgegner“ unberechtigter Weise verwendet, wenn Bürger zu Recht Interesse daran zeitgen, Zusammenhänge zu hinterfragen, hieß es. Bei der geplanten Veranstaltung gehe es auch nicht darum, einen bestimmten Sender oder Betreiber an den Pranger zu stellen, sondern um eine offene und ehrliche Diskussion.

Allen dürfte klar sein, dass das Zeitalter des mobilen Telefonierens nicht gestoppt oder zurückgedreht werden könne. Trotzdem sollte es möglich sein, technischen Fortschritt so zu nutzen, dass die Gesundheit von Mensch und auch von Tieren nicht aufs Spiel gesetzt wird, hieß es vom BN. Hier gelte es, Aufklärungsarbeit zu leisten. Wer einen möglichst schonenden und gesunden Einsatz der Technik fordere, sei kein Gegner.

Bedenklich sei es, dass von der Wirtschaft im eigenen Interesse insbesondere Jugendlichen suggeriert wird, es wäre !schick und unerlässlich ein Handy zu besitzen, das SMSt, fotografiert, filmt, fern sieht, spielt und das alles möglichst im Dauerbetrieb". Telefonieren werde zur Nebensache. Beim Kauf eines Handys oder eines schnurlosen Telefons werde nicht erwähnt, wie sich die Strahlung auf den Körper auswirken könne, mit welchen langfristigen Schäden man unter Umständen in Zukunft zu rechnen habe.

Von den Mobilfunkbetreibern werde beharrlich behauptet, es wäre "alles im grünen Bereich", solange die Grenzwerte eingehalten werden. In Deutschland sei es allerdings kein großes Problem, im Rahmen der Grenzwerte zu senden, da diese "extrem großzügig bemessen sind und sich nicht an Kriterien der Gesundheitsvorsorge orientieren, sondern einen politischen Hintergrund haben". Die Regierung habe für teures Geld UMTS-Lizenzen verkauft. So sei es klar, dass die Politik den Betreibern nicht durch niedrige Grenzwerte im Nachhinein ein Bein stellen dürfe.

Bei der geplanten Messung im Rahmen der Veranstaltung des Bund Naturschutz am Freitag gehe es nicht um die Grenzwertdiskussion als solche. In der Diskussion des Abends soll es zum einen darum gehen, wie jeder Einzelne auf die Politik und Wirtschaft einwirken und mit mehr oder weniger sanftem Druck durch sein Verhalten mitbestimmen könne. Ein weiteres Thema sei, welche Möglichkeiten es gäbe, sich vor Strahlen zu schützen, und wie man selbst Vorsorge betreiben könne.
05.07.05

ADFC und BN radeln

NEUMARKT. Am Sonntag veranstaltet der ADFC-Kreisverband Neumarkt seine jährliche Gemeinschafts-Radtour mit dem Bund Naturschutz-Kreisverband Neumarkt.

Die Fahrt führt zwischen den Zeugenbergen im Südwesten von Neumarkt nach Freystadt und von dort über den Neuen Kanal zu den Biotop-Grundstücken des Bund Naturschutz (BN) an der renaturierten Schwarzach. Dort findet eine naturkundliche Führung statt.

Nach einem Abstecher zum Kauerlacher Weiher radelt man nach Sulzkirchen zur Mittagspause und Brotzeit. Bei der Rückkehr nach Neumarkt umrundet man den Sulzbürg zuerst entlang des Neuen Kanals und dann auf den Wegen der Zeugenberge-Tour. Die Radtour enthält nur wenige, moderate Steigungen. Die Rückkehr nach Neumarkt ist nach insgesamt 60 Kilometern gegen 16 Uhr geplant.

Die Tour dauert inklusive Pausen etwa sechs bis sieben Stunden. Treffpunkt ist um 10 Uhr wie immer am Schauturm im LGS-Gelände. Es wird für Nichtmitglieder ein Beitrag von 2,50 Euro erhoben.

Weitere Informationen bei den Tourenleitern:
Robert Lasser 09181/6264
Ludwig Zeberl 09181/41251
24.06.05


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16. Jahrgang