neumarktonline Dokumentation

Jahresabschluss und Ausblick 2012 / 2013

Von Oberbürgermeister Thomas Thumann

Liebe Bürgermeisterkollegin Ruth Dorner,
lieber Bürgermeisterkollege Franz Düring,
liebe Stadträtinnen und Stadträte,
sehr geehrte Preisträger,
sehr geehrte Gäste!

Wir haben heute sehr viele Ehrungen vorgenommen und dies belegt einmal mehr, dass Neumarkt eine Stadt ist, die reich an einsatzbereiten Bürgern ist, an Mitmenschen, die sich in Vereinen, Gruppierungen, Organisationen, im Privaten oder etwa bei der Feuerwehr, beim THW, bei den Rettungsdiensten oder bei den kirchlichen und caritativen Einrichtungen für andere engagieren. Ein ganz großes Dankeschön an dieser Stelle allen, die anderen etwas schenken, nämlich Aufmerksamkeit und Zeit!

Auch Sie, meine sehr geehrten Stadtratskolleginnen und –kollegen gehören zu den ehrenamtlich Tätigen, und Sie haben in diesem Jahr ein großes Pensum absolviert.

Ich möchte mich daher ganz herzlich im Namen der Neumarkterinnen und Neumarkter bei Ihnen, liebe Stadträte für Ihren Einsatz bedanken.

Ein ganz besonderes und sehr herzliches Dankeschön sage ich Euch beiden, meinen beiden Stellvertretern, Dir liebe Ruth Dorner und Dir lieber Franz Düring. Ich kann mich stets auf Euch verlassen und unsere hervorragende und vertrauensvolle Zusammenarbeit zeigt, wie viel man gemeinsam erreichen kann. Meinen ganz herzlichen Dank an Euch beide!

Im Stadtrat hatten wir 2012 auch Veränderungen zu verzeichnen. So kamen Sie, sehr geehrter Kollege Pürzer als neuer Stadtrat für den ausgeschiedenen Georg Jüttner in dieses Gremium, und Sie, sehr geehrter Herr Gloßner sind für den im August verstorbenen Sepp Niebler in den Stadtrat eingezogen.

Aber nicht nur unser aktiver Stadtratskollege Sepp Niebler ist heuer verstorben. Wir mussten auch den Tod von zwei früheren Stadtratskollegen betrauern: Mit Ernst Reischböck verstarb ein ebenso verdienter und engagierter Stadtrat wie vor wenigen Tagen erst mit Fritz Nidermayer, die beide jahrzehntelang für diese Stadt gewirkt haben. Wir werden allen ein ehrendes Andenken bewahren!

Der Rückblick auf das Jahr 2012 fällt für unsere Stadt Neumarkt so positiv aus wie selten zuvor.
Man könnte es unter die drei Aussagen stellen:
So hohe Einnahmen wie noch nie,
so viel Bautätigkeit wie noch nie,
und so viele einmalige Auszeichnungen wie noch nie!

Wir werden das Jahr 2012 heuer mit dem besten Einnahmeergebnis in der Stadtgeschichte abschließen können und 8 Millionen Euro mehr einnehmen als wir im Haushalt angesetzt hatten.

Insbesondere die Gewerbesteuereinnahmen werden auf über 26 Millionen Euro klettern.

Das ist für mich schon ein großes Ausrufezeichen dafür, dass unser Wirtschaftsstandort und mit ihm seine tüchtigen Unternehmen, Firmen, Gewerbetreibenden, der Handel und das Handwerk sowie die Dienstleistungsbetriebe mit ihren engagierten Mitarbeitern in Neumarkt bestens aufgestellt sind.

Wir als Stadt bieten dafür nach wie vor äußerst exzellente Rahmenbedingungen mit den niedrigsten und damit für die Unternehmen günstigsten Hebesätze bei der Gewerbesteuer sowie bei den Grundsteuern unter allen Großen Kreisstädten und mit der Tatsache, dass wir diese seit weit über 30 Jahren nicht mehr erhöht haben. Das ist ein unübersehbares Signal von Seiten der Stadt an die Wirtschaft und für die heimischen Arbeitsplätze!

Ich danke an dieser Stelle daher allen Firmenbesitzern, allen Handwerkern, dem Handel und den Dienstleistern dafür, dass sie Arbeitsplätze für die Bewohner unserer Region bereitstellen und so dazu beitragen, dass Neumarkt stets zu den Kreisen mit der niedrigsten Arbeitslosenquote gehört.

Die ausgezeichnete Einnahmesituation und unser Rücklagenpolster sind die Basis dafür, dass wir jedes Jahr aktiv werden und enorme Investitionen tätigen können. Und wir haben dies 2012 in außerordentlicher Manier getan!

Bei der Weihnachtssitzung vor acht Jahren konnte mein Vorgänger, der Abgeordnete Karl vermelden, dass das Jahr 2004 das mit Abstand investitionsfreudigste Jahr der Stadtgeschichte gewesen sei.

Damals waren Maßnahmen begonnen oder abgeschlossen worden, die ein Gesamtvolumen von 40 Millionen Euro umfassten.


Welchen Titel sollte man dafür dem zu Ende gehenden Jahr 2012 in der Stadtgeschichte geben, wenn Sie sich vor Augen führen, dass wir heuer Maßnahmen begonnen oder abgeschlossen haben, die ein Volumen von weit über 60 Millionen Euro umfassen.

Ich denke, dies ist ein mehr als herausragender Beweis unserer Investitionsfreudigkeit und unserer Tatkraft.
So haben wir z. B. mit der Theo-Betz-Schule heuer eine weitere große Schulbaumaßnahme abgeschlossen und sie für immerhin 5,8 Millionen Euro zur Ganztagesschule umgebaut.

Deutlicher kann eine Stadt nicht zeigen, wie sehr sie in die Zukunft der Kinder investiert, und dies wird noch deutlicher, wenn sie bedenken, dass wir in den letzten 20 Jahren für unsere neun Grund- und Mittelschulen weit über 50 Millionen Euro für Neubau, Sanierung und Erweiterung ausgegeben haben.

Auch im Hinblick auf das Willibald-Gluck-Gymnasium haben wir große Unterstützung geleistet:
Wir haben zum Beispiel das Grundstück äußerst günstig an den Landkreis abgegeben, wir haben enorm fleißig an der Bauleitplanung gearbeitet, damit diese zügig über die Bühne geht und wir investieren rund 2,3 Millionen Euro für die Umfeldgestaltung der Schule mit unseren Maßnahmen in der St.-Florian-Straße.

Unsere soziale Verantwortung zeigt sich aber auch bei den Kindergärten und bei der Kinderbetreuung, wo wir jedes Jahr nicht nur Millionensummen für den Betrieb der Kindergärten aufwenden, sondern nächstes Jahr zum Beispiel beim Kindergarten St. Franziskus eine energetische Sanierung und den Einbau einer Kinderkrippe durchführen, immerhin rund 825.000 Euro sind dafür angesetzt.

Sichtbar wird unsere soziale Haltung auch darin, dass wir schon seit Jahren das letzte Kindergartenjahr kostenlos anbieten und damit als Stadt 240.000 Euro pro Jahr zusätzlich übernehmen, die nicht von den Eltern bezahlt werden müssen.

Nachdem der Freistaat nach und nach die Finanzierung des letzten Kindergartenjahres übernimmt, planen wir jetzt schon, dass wir dann auch das zweite Kindergartenjahr noch kostenlos anbieten und die Kosten hierfür übernehmen.

Mit dem Betreuungszuschuss für Familien mit zwei und mehr Kindern in einer Betreuungseinrichtung in der Stadt - immerhin geben wir hier jährlich 30.000 Euro aus – und ganz besonders mit dem Baukostenzuschuss untermalen wir einmal mehr, dass wir sozial, kinderfreundlich und zukunftsorientiert sind.

Immerhin 1,12 Millionen Euro haben wir bisher im Rahmen des Baukostenzuschusses bereits an 56 Familien mit 112 Kindern ausgereicht - das ist für mich ein wahres Erfolgsprogramm!

Mit dem Bündnis für Familien, der dort angebotenen Ferienbetreuung, mit dem Jugendbüro und dem G6, wo wir heuer den 1,3 Millionen Euro teueren 2. Bauabschnitt einweihen konnten, setzen wir weitere deutliche Zeichen für die Kinder, für die Jugend, für die Zukunft!

Zukunftsfähigkeit zeigt sich auch in der Entwicklung unseres Bürgerhauses, das inzwischen zu einem Mehrgenerationenhaus geworden ist und wo wir mit dem Abbruch des hinteren Teils eine 4,3 Millionen Euro umfassende Maßnahme in Gang gesetzt haben.

Neben der energetischen Sanierung des bestehenden Bürgerhauses und der Schaffung neuer Räume im Anbau werden wir auch Platz für weitere Bereiche der Stadtverwaltung vorsehen, in die das Jugendbüro und das Standesamt einziehen werden und wo auch ein neues Trauungszimmer entstehen soll.

Nicht weit davon entfernt haben wir eine weitere große Maßnahme heuer abschließen können:
Wir haben für 1,8 Millionen Euro ein ganz neues Stadtarchiv geschaffen, das den Anforderungen heutiger Archive bestens entspricht.
Stadtarchiv und Bürgerhaus sind dabei Elemente eines städtebaulichen Gesamtkonzepts, zu dem auch der Umbau der Bräugassenschule zur Ganztagesschule gehört, wofür wir im nächsten Jahr die entsprechenden Planungen durchführen werden und wo wir eine weitere große Millionenmaßnahme im Schulhausbau ins Werk setzen werden.

Neben vielen Bauträgern und Privatleuten haben auch wir als Stadt in diesem Jahr Wohnungen errichtet und für rund 3,8 Millionen Euro in der Türmergasse 11 Wohneinheiten mit rund 850 Quadratmetern Wohnfläche geschaffen.
Wie erfolgreich diese Maßnahme war, zeigt die Tatsache, dass alle Wohnungen längst verkauft sind.

Eine wohl europaweit, wenn nicht sogar weltweit einmalige Einrichtung haben wir in Pölling am Bahndamm mit der PV-Lärmschutzanlage für rund 4,2 Millionen Euro geschaffen, wo wir auf einer Länge von über 700 Metern jährlich rund 1,19 Millionen Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen - so viel, wie rund 400 Mehrpersonenhaushalte jedes Jahr benötigen.

In der Liste der Millioneninvestitionen darf aber auch die Maßnahme im Bereich Freystädter Straße und Dreichlingerstraße nicht fehlen.
Für rund 7 Millionen Euro haben wir ein in dieser Dimension in unserer Stadt einmaliges Regenrückhaltebecken unter dem Parkplatz Freystädter Straße geschaffen, es sind neue Abwasserkanäle entstanden, wir haben die Verkehrssituation im Kreuzungsbereich deutlich verbessert und der Parkplatz wurde neu errichtet. Auch dies ist nachhaltiges Handeln im Hinblick auf den Hochwasserschutz!

Nicht unerwähnt möchte ich die Maßnahme im Bereich Unteres Tor lassen, wo heuer bereits erste Schritte unternommen wurden und wo wir nächstes Jahr in den Bau der Unterführung und der neuen Verkehrsführungen einsteigen werden.

Das Staatliche Bauamt Regensburg hat heuer zwei wichtige Straßenbauarbeiten in unserem Bereich begonnen:
zum einen die Sanierung der Staatsstraße 2240 zwischen Höhenberg im Tal und Höhenberg und zum anderen die Errichtung eines neuen Kreisverkehrs, neue Abbiegespuren und eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer im Bereich Blomenhof.
Rund 4,3 Millionen Euro wird das Staatliche Bauamt für die Umbauarbeiten im Bereich Blomenhof investieren, wir selber als Stadt sind an den Kosten mit 1,4 Millionen Euro beteiligt.

Erst vor wenigen Tagen konnte die neue Autobahnanschlussstelle Neumarkt-Ost eingeweiht werden, eine für den Landkreis und die Stadt wichtige Infrastrukturmaßnahme.

Ein großer, sehr wichtiger Moment war der Spatenstich für einen Meilenstein unserer Trinkwasserversorgung.
In weniger als zwei Jahren seit der ersten Kontaktaufnahme mit dem Zweckverband Laber-Naab konnten Stadtwerkedirektor Tylla und ich in guten, konstruktiven Gesprächen einen Vertragsentwurf vorbereiten, dem sie, liebe Stadträte in großer Mehrheit zugestimmt haben und der eine Belieferung von einer Million Kubikmeter Trinkwasser jährlich aus dem Zweckverbandsgebiet nach Neumarkt vorsieht und das über eine Laufzeit von 50 Jahren.

Wir haben so Trinkwassersicherheit für unsere Bürgerinnen und Bürger auf Generationen hinaus geschaffen, auch dies ein Zeichen nachhaltiger Stadtentwicklung! Für immerhin 7,5 Millionen Euro werden derzeit der Hochbehälter und die Wassertransportleitung errichtet.
Wir haben dabei schon über einen Kilometer Leitungsverlegung abgeschlossen, Sie sehen also, es geht zügig voran!

Zudem haben wir an die Laber-Naab-Gruppe einen Baukostenzuschuss von 10 Millionen Euro ausgereicht, mit dem diese den Leitungsbau vom Hochbehälter Hohenlohe bis zum Übergabeschacht in Eichenhofen erstellt.

Auch dieser Leitungsbau ist ebenfalls schon sehr weit, so dass wir im nächsten Jahr die Fertigstellung feiern und Trinkwasser von der Laber-Naab-Gruppe beziehen können.

Aber nicht nur die Stadt Neumarkt hat im Jahr 2012 enorme Bautätigkeit entwickelt, auch viele Firmen haben in diesem Jahr Maßnahmen abgeschlossen oder begonnen. Ich erinnere nur zum Beispiel an den Spatenstich für die Modernisierung des Spanplattenwerks II bei der Firma Pfleiderer Holzwerkstoffe GmbH, den wir im Sommer vornehmen konnten und womit der Startschuss für ein 27 Millionen Euro Projekt gegeben wurde.

Für mich ein gutes Zeichen, dass die Firma Pfleiderer auf den Standort Neumarkt setzt und die Arbeitsplätze dort für unsere Region erhalten bleiben.

Die Firma Max Bögl hat den 2. Bauabschnitt beim "Seniorenstift am Tiroler Hof" abgeschlossen, und ein weiteres Senioren- und Pflegezentrum entsteht in der Freystädter Straße durch die Firma Weidlich, die dort immerhin 12 Millionen Euro investiert.

Daneben auf dem gleichen Areal wird die Regens-Wagner-Stiftung einen zweistelligen Millionenbetrag in eine Schule für Heilerziehungspflege, in einen Bau für die Tagesbetreuung und zwei Wohnheime sowie eine Beratungsstelle für Behinderte investieren.

Auch im Bereich Klinikum wurde heuer weiter kräftig gebaut, etwa die Donauer-Stiftung mit dem Bau einer Kinderstation, was uns als Verantwortliche sehr freut und wofür wir dem Ehepaar Donauer, unseren Ehrenbürgern, herzlich Dankeschön sagen.

Vor wenigen Wochen haben wir die Erweiterung beim TEVI-Markt feiern können, im Herbst fand die Fertigstellung und Einweihung des neuen OBI-Fachmarktes statt. Dort hat die Firma Klebl für rund 7 Millionen Euro eine Erweiterung der Fläche um rund 5.300 Quadratmeter fertiggestellt. Auch viele Privatpersonen haben in diesem Jahr gebaut, so dass unserer Bauordnungsverwaltung tüchtig zu tun hatte:
Es wurden rund 200 Bauanträge mit einer gesamten Bausumme von über 105 Millionen Euro bearbeitet.

Erfreuliche Einnahmen, enorme Millioneninvestitionen und die höchsten Auszeichnungen – das sind für mich die Schlagworte für diese Jahr 2012.
Schon im Frühjahr haben wir vom Klimabündnis der europäischen Städte den "Climate- Star 2012" vom Klimabündnis erhalten und wir haben uns gefreut, dass wir kurz darauf als eine von nur 19 Modellkommunen in ganz Deutschland vom Bundesumweltministerium in den Masterplan "100-Prozent-Klimaschutz" aufgenommen worden sind und daraus 320.000 Euro an Fördersumme erhalten.
In diesem Zuge haben wir auch ein Amt für Nachhaltigkeitsförderung und einen Klimaschutzmanager installiert.

Ende November haben wir in Frankfurt eine einmalige Auszeichnung erhalten: Wir sind als erste und bisher einzige Stadt Deutschlands von der UNESCO zum 4. Mal mit dem Preis "Stadt der Weltdekade" geehrt worden, ein Beweis dafür, welch positive Entwicklung unsere Stadt genommen hat, denn mit jeder Stufe der Auszeichnung waren die Hürden und Anforderungen höher geworden.

Ein ganz bewegender Moment war es für mich, als ich vor wenigen Tagen zusammen mit drei anderen Stadtoberhäuptern in Düsseldorf auf der Bühne bei der Preisverleihung zum Deutschen Nachhaltigkeitspreis stand.
Prof. Klaus Töpfer sprach davon, dass alle vier nominierten Städte, darunter auch unsere Stadt Neumarkt, den Preis verdient hätten.
Als er aber dann das Kuvert öffnete und als Siegerstadt Neumarkt verkündete, empfand ich nicht nur sehr große Freude, sondern auch großen Stolz auf unsere Stadt Neumarkt, auf ihre engagierten und einsatzfreudigen Bürgerinnen und Bürger. Wir sind Deutschlands nachhaltigste Stadt mittlerer Größe im Jahr 2012 und dies belegt einmal mehr, was und wie viel bereits auf den Weg gebracht haben.
An dieser Stelle möchte ich ganz besonders Dir, liebe Ruth Dorner herzlich danken: Du hast seit knapp 10 Jahren diese Entwicklung mit voran getragen und maßgeblich zu diesen Erfolgen mit beigetragen.

Zukunftsfähigkeit und nachhaltige Stadtentwicklung sind dabei unsere Leitlinien, die sich in nahezu allen Bereichen unserer Stadt wiederfinden, wie ich bereits ausgeführt habe.
Dazu gehören auch unsere Förderprogramme vom Baukostenzuschuss und dem Betreuungszuschuss bis hin zum kostenfreien Kindergartenjahr.
Dazu gehört aber auch das Förderprogramm "Faktor 10" zur Gebäudesanierung. Wir haben dafür bisher über eine halbe Million ausgereicht und damit Gesamtinvestitionen von weit über 5 Millionen Euro ausgelöst, vom Effekt der CO2 Einsparung von rund 5.000 Kilogramm pro Quadratmeter einmal ganz zu schweigen.
Auch das Programm "Nachhaltigkeit neu lernen" haben wir installiert und heuer dafür rund 24.000 Euro ausgereicht.
Unser Ziel dabei ist: In Neumarkt soll es sich weiterhin lohnen, zu leben und zu arbeiten, es soll aber auch viel geboten sein.

Dies war auch 2012 so,
etwa mit der 11. Internationalen Jugendbegegnung,
mit der 5. Nachhaltigkeitskonferenz,
dem 4. Neumarkter Oldtimertreffen
oder mit der 4. KinderTurnOlympiade.

Und wenn der Präsident des Bayerischen Turnverbandes Dr. Hölzl davon spricht, dass Neumarkt "die Olympiastadt der KinderTurnOlympiade" sei, dann ist das schon eine Auszeichnung für die gute und erfolgreiche Abwicklung von Veranstaltungen in unserer Stadt, eine Bestätigung für die hervorragenden Bedingungen, die wir solchen und anderen Veranstaltern bieten.

Gefreut haben wir uns auch, dass wir einen S-Bahn Zug auf den Namen unserer Stadt taufen konnten und wir sind zuversichtlich, dass wir durch die Einrichtung der S-Bahn Linie nach Neumarkt weitere Impulse erhalten werden.

Bereits zum 2. Mal fand heuer auch die Internationale Meistersinger Akademie statt, die wir heute mit dem Kulturförderpreis ausgezeichnet haben.

2012 war und ist eines der erfolgreichsten Jahre unserer Stadtgeschichte!
Dazu tragen viele bei, denen ich an dieser Stelle herzlich danken möchte.

Besonders danken möchte ich unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der Stadt, im Bauhof, in der Stadtgärtnerei, in den Nebenstellen und bei den Stadtwerken, stellvertretend Herrn Stadtwerkedirektor Tylla, Herrn Rechtsdirektor Kohler, Herrn Ltd. Verwaltungsdirektor Graf und Herrn Stadtbaumeister Müller-Tribbensee sowie allen Amts- Sachgebietsleitern.

Unsere Mitarbeiter sind eine entscheidende Säule unseres Erfolges!
Ihnen Herr Stadtbaumeister Müller-Tribbensee möchte ich an dieser Stelle ganz besonders danken für Ihr engagiertes Wirken und für Ihre hohe Arbeitsbereitschaft in den vergangen Jahren.
Sie sind ja nun seit letzter Woche in der Freistellungsphase der Altersteilzeit. Wir werden uns in einer Veranstaltung am 29. Januar 2013 von Ihnen verabschieden, wo wir in einem Rückblick auf ihre Tätigkeit in Neumarkt ihre Leistungen entsprechend würdigen wollen.
Mit Herrn Seemann begrüßen wir Ihren Nachfolger in unseren Reihen, dem ich eine gute Hand für seine Arbeit wünsche.

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Auf der Basis unserer erfolgreichen Arbeit im Jahr 2012 bin ich sehr zuversichtlich, dass wir auch die Herausforderungen im Jahr 2013 bestens absolvieren können.
Und die sind groß.

Denn 2013 wird es nicht weniger werden, etwa bei den Bautätigkeiten:
Beim Unteren Tor stehen der Straßenbau und der Bau der Unterführung an,
wir werden den Architektenwettbewerb für das Ganzjahresbad in die Wege leiten und die nächsten Schritte planen,
wir werden für den Umbau der Bräugassenschule zur Ganztagesschule in die Planung gehen,
den Bau des Bürgerhauses mit den entsprechenden Erweiterungen habe ich bereits erwähnt,
und wir werden beim Klärwerk eine Schlammentwässerungsanlage einbauen, immerhin eine Investition von 3,5 Millionen Euro.

Ein ganz wichtiges Thema wird die Zusammenarbeit mit der Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg sein, wo wir heuer entsprechende erfolgreiche Gespräche mit Prof. Braun und den Verantwortlichen im Ministerium geführt haben und derzeit entsprechende Räumlichkeiten für die Einrichtung eines Studienzweiges prüfen lassen.
Unser Ziel ist es, dass im Herbst 2013 der Studienbetrieb starten kann, wenngleich dies zunächst in einer räumlichen Interimslösung vonstatten gehen wird.

Wir setzen auf eine positive Entwicklung beim Areal "Im Kloster", wo wir zusammen mit der Evangelischen Kirche eine sehr wichtige Maßnahme in Gang setzen wollen. Gefordert wird auch der Arbeitskreis im Hinblick auf die Sanierung der Jurahalle sein, wo wir als Stadt im Frühjahr die unumgänglichen Brandschutzmaßnahmen erstellen und dann aber deutlich werden muss, wie wir die Halle sanieren bzw. welchen Weg wir dabei beschreiten wollen.

Auch im Hinblick auf die Innenstadtentwicklung erwarten wir uns tragfähige Konzepte aus dem Arbeitskreis dazu, so dass wir bald an die ersten Umsetzungen gehen können. Für das Turnerheim steht die Fertigstellung der Planung auf dem Programm, genauso wie im Bereich Schreiberhaus Pölling, wo wir ein Nutzungskonzept entwickeln und auch die Entwicklung eine Stadtteilzentrums vorantreiben wollen.

Bei der Burgruine Wolfstein sehen wir der Umsetzung des beschlossenen Ausstellungsgebäudes entgegen, hierfür sind auch schon die entsprechenden Mittel im Haushalt eingestellt.
Gleiches gilt für den Schlosspark in Woffenbach, wo wir im nächsten Jahr in die Umsetzung gehen.

Nach dem vom Stadtrat beschlossenen Aus für das Biomasseheizkraftwerk werden wir den bisher schon betriebenen Ausbau von dezentralen Blockheizkraftwerken vorantreiben und wir werden auch verstärkt in Windkraftanlagen investieren, für beides sind entsprechende Mittel bereits im Investitionsplan der Stadtwerke aufgenommen.

Ganz besonders freuen wir uns, dass wir mit Ihnen, liebe Freunde aus Mistelbach im nächsten Jahr das Bestehen unserer Städtepartnerschaft seit 30 Jahren feiern dürfen, es werden wie so oft schon Höhepunkte unserer gemeinsamen Zeit werden.

Aber auch darüber hinaus wird in Neumarkt im nächsten Jahr viel los sein, wenn Sie sich vor Augen führen, dass Das Staatliche Bauamt wird die Maßnahmen beim Kreisverkehr Blomenhof und bei Höhenberg abschließen, die leider heuer wegen des frühen und heftigen Wintereinbruchs nicht mehr abgeschlossen werden konnten. Wenn man mit diesem Hintergrund auf das Jahr 2013 sieht, so ist es keine verwegene Voraussage, dass die enorm hohe Bautätigkeit im Jahr 2012 auch im nächsten Jahr weitergehen wird. Die vielen und wichtigen Baumaßnahmen heuer und in den nächsten Jahren werden das Bild unserer Stadt deutlich verändern und ich bin sicher, dass unsere Stadt dadurch erheblich gewinnen wird.

Freuen wir uns auf 2013, meine sehr geehrten Damen und Herren, und sind wir stolz auf die Erfolge des Jahres 2012.

Neumarkt ist ein ganz besonderes Stück Heimat,
Neumarkt ist bestens aufgestellt und
gemeinsam können wir die Herausforderungen der Zukunft meistern.

Jetzt aber wünsche ich Ihnen und Ihren Familien einige ruhige, besinnliche und erholsame Tage.

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes, frohes und schönes Weihnachtsfest sowie ein gesundes, erfolgreiches und glückliches Jahr 2013.

Es handelt sich hier um das zur Verfügung gestellte Rede-Manuskript. Die tatsächlich gehaltene Rede kann davon geringfügig abweichen
19. Dezember 2012

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ISSN 1614-2853
16. Jahrgang