neumarktonline Dokumentation

Jahresrückblick zur Kreistagssitzung

Von Landrat Willibald Gailler

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

ich darf Sie alle sehr herzlich zu unserer mittlerweile traditionellen Abschlusssitzung willkommen heißen.
Ganz besonders begrüßen darf ich neben den Kolleginnen und Kollegen des Kreistages
die Träger unserer Landkreismedaille
Herrn Staatssekretär Albert Füracker
Abgeordnete des Europ. Parlaments Albert Deß,
Bundestages Alois Karl
Frau Sieglinde Bauer
Herrn Altlandrat Albert Löhner mit Gattin
unsere Heimat- und Archivpfleger
Oberbürgermeister Thomas Thumann und Frau Bürgermeisterin Carolin Braun sowie alle Bürgermeister des Landkreises
Sparkassenvorstände
Vorstand des Klinikums, Herrn Weymayr
Chefärzte, Pflegedienstleitung, ehemalige Chefärzte
Personalratsvorsitzende
Abteilungsleiter
Referatsleiter
Regina GmbH
Vertreter der Presse
alle Gäste

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

vielen Dank an die Schülerinnen und Schüler der Edith-Stein-Realschule Parsberg unter der Leitung von Kathrin und Florian Schönberger für die schöne Umrahmung unserer Jahresabschlusssitzung des Kreistages und besonders bedanken darf ich mich jetzt schon bei allen Helferinnen und Helfern des Amtes für die Dienste bei der heutigen Festsitzung. Bedanken möchte ich mich auch bei Frau Marianne Pfeiffer für den schönen Saalschmuck.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

zum Jahresende ziehen viele Menschen ihre persönliche Bilanz. Diese wird dabei geprägt von eigenen Erfolgen, schönen Erlebnissen, von guten menschlichen Begebenheiten, aber auch von kleinen oder größeren Enttäuschungen, Rückschlägen und manchmal leider auch von Verlusten und schweren Schicksalsschlägen.
Gottseidank wurden wir in unserem Landkreis im abgelaufenen Jahr von größeren Schadensereignissen verschont. Deshalb können wir dankbar und zufrieden Rückblick halten.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

wie in ganz Bayern war auch bei uns im Landratsamt die Arbeit sehr stark davon geprägt, die Flüchtlinge und Asylsuchenden, die zu uns kommen, gut zu versorgen und unterzubringen. Das ist uns bisher durch ein dezentrales System an Unterkünften für nahezu tausend Personen sehr gut gelungen. Dank vieler ehrenamtlich tätiger Mitbürgerinnen und Mitbürger konnten auch alle bei uns ankommenden Menschen gut versorgt werden.
Allerdings fordern die ständig steigenden Zahlen auch alle personellen und räumlichen Ressourcen unseres Amtes bis an die Grenzen. Dabei geht es jetzt auch um eine gelingende Integration derer, die bei uns dauerhaft bleiben werden.

Hier hilft uns sehr, dass wir wirtschaftlich gesehen über eine sehr gute Situation verfügen. Das Jahr 2015 war in unserem Landkreis erneut von einer anhaltend guten Konjunktur geprägt. Bei einer Arbeitslosenquote von nur 1,7 % dürfen wir im Landkreis von Vollbeschäftigung sprechen. Wir haben eine hervorragende wirtschaftliche Situation und auch in Zukunft wollen wir an der Spitze bleiben, denn diese gute Wirtschaftslage und ein entsprechendes Steueraufkommen ermöglichen es dem Landkreis und seinen Kommunen, viele der anstehenden Projekte umsetzen zu können.
Dazu zählte heuer vor allem auch nochmals der Bau des neuen Willibald-Gluck-Gymnasiums. 1.325 Schülerinnen und Schüler konnten zu Schuljahresbeginn ein Gebäude beziehen, das mit hoch qualifizierter und modernster Technik ausgestattet ist und für eine optimale Unterrichtsgestaltung beste Voraussetzungen schafft. Der Landkreis hat mit diesem Neubau ein klares Zeichen in Richtung Zukunft gesetzt.

Dieses Zeichen setzen wir auch mit den Planungen für die Ergänzungs- und Renovierungsbauten des Ostendorfer Gymnasiums und des Sonderpädagogischen Förderzentrums am Standort des vorherigen Willibald-Gluck-Gymnasiums.

Hier werden absolut zukunftsfähige und attraktive Räumlichkeiten für beste Lernbedingungen mit schöner Lage am Ludwig-Donau-Main-Kanal für dieses modellhafte Kooperationsprojekt zur Inklusion entstehen. Unser Ziel ist, nächstes Jahr die Planungen abzuschließen, den Abbruch der alten Substanz im Sommer 2016 vorzunehmen und 2017 mit den Bauarbeiten zu beginnen.

Bereits sehr weit gediehen sind die Planungen für das Sonderpädagogische Förderzentrum in Parsberg. Hier laufen bereits erste vorbereitende Baumaßnahmen.

Gut eine halbe Million Euro haben wir heuer auch in die Ertüchtigung des Brandschutzes und der EDV-Technik am Gymnasium Parsberg investiert.
Weil uns die berufliche Bildung sehr wichtig ist, haben wir auch einen fundierten Antrag auf die Erweiterung unserer Technikerschule um die Bereiche Elektro/IT gestellt und hoffen auf eine baldige Genehmigung.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

nicht nur im Bereich Bildung sondern auch bei der Mobilität arbeiten wir mit viel Engagement an einem guten Angebot für unsere Bevölkerung und unsere Wirtschaft. Dazu zählt der weitere Ausbau des ÖPNV, die Optimierung der Bahnstrecke Neumarkt-Regensburg und eine weitere Haltestelle Neumarkt Süd bei unserem Beruflichen Zentrum.
Auch unsere Kreisstraßen sind der beste Beweis, dass wir unsere Infrastruktur auf dem modernsten Stand halten und beim Breitbandausbau sind wir in Bayern vorne mit dabei. Mit unserem Regionalentwicklungskonzept haben wir erfolgreich an der Auswahlrunde für neue Förderperiode des EU-Programms LEADER beteiligt und können wieder über EU-Mittel verfügen, mit denen wir wichtige Konzepte für eine zukunftsfähige und nachhaltige Entwicklung unseres Landkreises verwirklichen können.

Unser Ziel ist und bleibt, als Wirtschaftsdreieck Bayerische Mitte ein gut angebundener und erschlossener Wirtschafts- und Lebensraum und damit eine attraktive Standortalternative für die benachbarten Ballungsräume zu sein.

Deshalb werden wir auch die nächsten Jahre ein Hauptaugenmerk darauf richten, die Infrastruktur mit dem Ausbau der B 299 (v.a. Ortsumgehung Mühlhausen, Verbesserung der Ortsumgehung Neumarkt), der B 8 (Ortsumgehungen Seubersdorf und Postbauer-Heng) und der Staats- und Kreisstraßen sowie einen weiteren Autobahnanschluss an die A 6 zu optimieren. Auch die Daseinsvorsorge für unsere Bevölkerung, insbesondere eine optimale medizinische Versorgung, wird im Blickpunkt unseres Handelns stehen.

Sehr geehrten Damen und Herren,

täglich sehen wir, wie der 6. Bauabschnitt am Klinikum voranschreitet. Ich freue mich sehr, dass im September mit der Inbetriebnahme der Aufnahmestation der erste Baukörper dieses Bauabschnittes seinen Bestimmungen übergeben werden konnte. Nach fünf Jahren Vorlauf-, Planungs- und Bauzeit steht mit dieser Station jetzt die erste Räumlichkeit für die Patientenversorgung zur Verfügung und sorgt für eine dringend notwendige Entlastung bei der stationären Aufnahme. Neben der Aufnahmestation profitieren aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der EDV- und der Technischen Abteilung von neuen Räumen und damit einer modernen Infrastruktur.

Heuer konnten wir auch bereits die Kindertagesstätte mit vier Kinderkrippen und zwei Kindergartengruppen in Betrieb nehmen. Mit diesem modellhaften Kooperationsprojekt von Stadt, Landkreis und Klinikum Neumarkt bieten wir unseren Beschäftigten und auch mehreren Betrieben in der Stadt vorzügliche Voraussetzungen für eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Während die Bauarbeiten am 6. Bauabschnitt laufen, wurden auch die Vorbereitungen für die Generalsanierung des Personalwohnheims vorangetrieben. Der Verwaltungsrat gab vor Kurzen grünes Licht für den Baubeginn Anfang nächsten Jahres.

Wir rechnen fest damit, dass die Arbeiten nach 18 Monaten abgeschlossen sein werden und ab Oktober 2017 ein modernes Wohnheim zur Verfügung stehen wird. Dazu gehen die Planungen für weitere Bauabschnitte des Klinikums mit großen Schritten voran.

Dabei werden wir den Zentral-OP, die Zentrale Sterilgutversorungsabteilung und die Entbindung neu strukturieren und in einem neuen Baukörper Räumlichkeiten für die Akutgeriatrie schaffen. Insgesamt streben wir in Neumarkt die Erhöhung der Gesamtbettenzahl auf 500 an.

Sehr erfolgsversprechend entwickeln sich auch die Gespräche zur Stärkung des Kreiskrankenhauses Parsberg.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

heuer ist es uns auch gelungen, gemeinsam mit der Stadt Neumarkt die Bäderstrukturen und das Schulschwimmen auf eine zukunftsgerichtete und tragfähige Grundlage zu stellen. Die Stadt Neumarkt kann damit ihre Planungen für ein Ganzjahresbad vorbereiten und der Schwimmunterricht für unsere Schulen ist nachhaltig sichergestellt.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

weiterhin arbeiten wir mit Hochdruck daran, das Landratsamt als Dienstleistungszentrum auszubauen.

Durch das neue System bei der Abfallwirtschaft wird es ab dem nächsten Jahr für unsere Bürgerinnen und Bürger einfacher und bequemer, die Müllgebühren zu entrichten und durch die Möglichkeit, online einen Termin buchen zu können, werden bei der Zulassungsstelle lange Wartezeiten vermieden. In Planung ist auch die Umgestaltung des Einganges mit einem modernen Leitsystem für unser Amt.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrten Damen und Herren,

gemeinsam stehen wir auch im kommenden Jahr vor neuen Herausforderungen. Wie auch in diesem Jahr werden wir diese wieder mit Engagement und Zielstrebigkeit zu lösen versuchen.
Im zu Ende gehenden Jahr haben wir auf unserer kommunalen Ebene, Landkreis und Gemeinden, viel erreicht. Unsere Erfolge beruhen auch darauf, dass wir gemeinsam die Probleme angehen und dass sich viele Einzelne und viele Unternehmen für unsere Heimat und die Menschen in der Region verantwortlich fühlen.

Unsere Gesellschaft wird zuallererst von Werten wie Freiheit und Rechtsstaatlichkeit, Solidarität und Mitmenschlichkeit zusammengehalten.

Deshalb nutze ich die heutige Gelegenheit, allen zu danken, die sich für ihre Mitmenschen und die genannten Werte einsetzen. Ganz besonders möchte ich heuer allen danken, die sich bei der Unterbringung und Integration unserer Asylbewerber und Flüchtlinge engagiert haben und sich dafür weiterhin mit viel Herzen engagieren.
Es gibt sehr viel bürgerschaftliches Engagement in unserem Landkreis, mehr, als die Medien vermitteln können, wenn soziale Kälte oder Kriminalität die Schlagzeilen beherrschen. Die Menschen, die sich für karitative Organisationen, in Vereinen oder in Nachbarschaftshilfen engagieren, machen keine Schlagzeilen – sie tun einfach das, was sie als nötig empfinden. Sie bewegen etwas im Sport oder in der Kultur, helfen Bedürftigen oder verschaffen anderen Recht.

Menschen, die sich engagieren, beweisen Solidarität und Zivilcourage, wenn sie sich für die Gemeinschaft einsetzen. Dieses Engagement kann nicht hoch genug geschätzt werden. Ein kleines Zeichen des Dankes und der Anerkennung für langjähriges, umfangreiches, bürgerschaftliches Engagement soll deshalb die Ehrenamtskarte Bayern sein, die der Landkreis Neumarkt i.d.OPf. auch heuer wieder an viele Mitbürgerinnen und Mitbürger verleihen konnte.

Herzlichen Dank allen, die es uns möglich machen, das Weihnachtsfest in Ruhe zu feiern, allen, die an den Feiertagen arbeiten und selbst am Heiligen Abend den Betrieb aufrechterhalten. Den Feuerwehrleuten, den Seelsorgern, der Polizei, den Radio-, Fernseh- und Zeitungsmachern und vielen anderen.

Nicht zuletzt allen Menschen, die sich gerade an Weihnachten um andere, um Bedürftige oder Alleinstehende kümmern, den Be-diensteten der Krankenhäuser und der Alten- und Pflegeheime, den Rettungsdiensten sowie den Angehörigen aller sozialen Organisationen.

Dank sagen darf ich auch den Bürgermeistern und Bürgermeisterinnen, den Stadt- Markt- und Gemeinderäten, vor allem auch Ihnen als Mitglieder unseres Kreistages, den Beschäftigten in den Verwaltungen und sonstigen öffentlichen Einrichtungen und natürlich den Bediensteten des Landratsamtes.

Ganz besonders danke ich auch allen Bürgerinnen und Bürgern für das entgegengebrachte Vertrauen und die erwiesene Unterstützung, sowie den Vertreterinnen und Vertreter der Presse und Medien für die stets faire Berichterstattung und gute Zusammenarbeit.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

gemeinsam können wir mit Stolz und Dankbarkeit auf das abgelaufene Jahr zurückblicken und uns auf die Feiertage freuen. Uns im Landkreis Neumarkt geht es im Großen und Ganzen sehr gut. Wir müssen uns aber der Zukunft widmen, denn wir leben in einer dynamischen Zeit, in der Stillstand Rückschritt bedeutet.

Deshalb werden wir uns auf Landkreisebene, auf Ebene unserer Gemeinden und gemeindlichen Allianzen auch im kommenden Jahr mit den Themen und Projekten befassen, die für eine gute Zukunftsentwicklung unseres Landkreises sehr wichtig sind

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir sind gut aufgestellt. Lassen Sie uns deshalb mit Zuversicht die Herausforderungen des Neuen Jahres annehmen.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

Es handelt sich hier um das zur Verfügung gestellte Rede-Manuskript. Die tatsächlich gehaltene Rede kann davon geringfügig abweichen
14.Dezember 2015

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ISSN 1614-2853
16. Jahrgang