neumarktonline Dokumentation

Stadtrat: Verleihung des Kulturpreises 2017


Von Bürgermeister Albert Löhner

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Thumann,
sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Heßlinger,
liebe Stadtratskolleginnen und -kollegen,
sehr geehrter Herr Weidinger,
sehr geehrte Familie Weidinger!

Seit genau 30 Jahren wird der Neumarkter Kulturpreis verliehen und es werden damit Vereine, Initiativen und Künstler gewürdigt, die sich in den verschiedensten Sparten des kulturellen Lebens in unserer Stadt und der Region verdient gemacht haben.

Heute fügen wir mit Franz Weidinger einen Künstler hinzu, der in Neumarkt geboren ist, inzwischen in Kleinalfalterbach im Landkreis Neumarkt lebt und sich als Bildhauer längst einen guten Ruf weit über die Region hinaus erarbeitet hat.

Nach dem Abschluss seiner Ausbildung an der Fachhochschule für Holzbildhauerei in Garmisch-Partenkirchen 1984 war er bis 1990 zunächst freischaffend als Bildhauer tätig.

Danach studierte er sechs Jahre lang an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg, zunächst bei Professor Wilhelm Uhlig, wo er den Titel des Meisterschülers errang, und später dann bei dessen Nachfolger Professor Tim Scott.

Seit dem Jahr 2000 ist er Mitglied der renommierten Nürnberger Künstlergruppe „Der Kreis“ und zudem auch Mitglied des Kunstkreises Jura Neumarkt e.V.

Franz Weidinger ist ein Künstler, der stringent an seinem Werk arbeitet – seine Themen sind die Figur im Raum und der Akt.

Sein Oeuvre steht in der Tradition der klassischen Bildhauerei seit der Antike. Durch die künstlerische Annäherung an den menschlichen Körper im kleinen Format auf engem Raum und mit meist hohen Stelen, entwickelt Weidinger die klassisch ‚Stehende‘ weiter.

Die Stelen adaptieren wiederum die Körpergröße eines Menschen, Weidinger bekrönt sie mit seinen preziös anmutenden Figuren.

Dabei setzt sich Weidinger ernsthaft mit der Figuration in immer neuen Varianten auseinander, und zwar „mal klassisch, mal barock, mal expressiv“, wie vor zwei Wochen die Überschrift der Mittelbayerischen Zeitung zu einer Ausstellungsbesprechung mit Werken von ihm lautete.

Es ist bewundernswert, wie Franz Weidinger seinem Werk stets neue inhaltliche Facetten hinzufügt, so dass die künstlerische Qualität und auch der ästhetische Ausdruck kontinuierlich gewinnen.

Auf diese Weise hat er sich zu einem viel beachteten Künstler entwickelt, dessen Handschrift man in allen seinen Arbeiten erkennen und wiedererkennen kann. So ist es kein Wunder, dass er seit rund 20 Jahren bei zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellung im In- und im Ausland mit seinen Arbeiten vertreten war. Seine Kunst konnte man in Nürnberg oder in Regensburg genauso erleben wie in Hof, Amberg, Ansbach oder München.

Arbeiten von ihm wurden aber auch schon im Rom, in Ferrara, in Skopje oder in Urbino, in Spoletto, in Vasto und auch in der Neumarkter Partnerstadt Issoire ausgestellt.

Weidinger hat darüber hinaus zahlreiche Arbeiten an private und öffentliche Auftraggeber verkauft und man kann seine Werke im öffentlichen Raum entdecken, zum Beispiel in der näheren Umgebung in Berg oder Deining, weiter entfernt in Schweinfurt, München oder Hamburg.

Aktuell können Sie Franz Weidingers künstlerische Arbeiten im Kunstkontor Westnerwacht in Regensburg bestaunen, dort läuft noch bis 13. Januar 2018 eine Ausstellung mit neueren Arbeiten von ihm unter dem Titel „Stehen und Hängen“. Im Kunstkontor ist es übrigens schon die 7. große Einzelausstellung für Franz Weidinger – dies zeigt, welche Bedeutung er längst erlangt hat.

Vor wenigen Tagen endete in Bamberg eine Ausstellung von ihm im Galeriehaus „Kunst im Gang“, dort hatte Franz Weidinger zum Thema „Figura – Begegnung zwischen Maler und Bildhauer“ ausgestellt – eine viel beachtete und gelungene Schau mit seinen Arbeiten.

Damit Sie sich heute einen ersten Eindruck vom Schaffen des Künstlers machen können, haben wir hier im Foyer einige aussagekräftige Werke von ihm aufgestellt, denn sie vermitteln in der direkten Betrachtung sehr gut, wie sich Weidinger mit seiner authentischen bildhauerischen Handschrift auszudrücken vermag.

Aufgrund seiner künstlerischen Ausdruckskraft, wegen seiner besonderen wirkungsvollen Handschrift und für sein Können hat Franz Weidinger zahlreiche Auszeichnungen und Preise erhalten, so etwa den Klassenpreis der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg und den Förderpreis der Münchner Künstlergenossenschaft. Zudem hat er eine Anerkennung beim renommierten Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten erhalten, er wurde er ins bayerische Atelierförderprogramm aufgenommen und ihm wurde der Kunstpreis des Kunst- und Gewerbevereins Regensburg zugesprochen.

Heute nun wollen wir dem verdienten Künstler den Kulturpreis der Stadt Neumarkt verleihen und damit unterstreichen, welch hohe künstlerische Qualität Franz Weidinger in seinem Werk erlangt hat, dessen Strahlkraft weit über die Region hinaus wirkt.

Sehr geehrter Herr Weidinger!
Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 27.11.2017 beschlossen, Ihnen den
Kulturpreis der Stadt Neumarkt
zu verleihen.

Ich darf Ihnen persönlich, im Namen von Herrn Oberbürgermeister Thumann und stellvertretend für den gesamten Stadtrat ganz herzlich dazu gratulieren und bitte Sie nun nach vorne zur Übergabe!

Es handelt sich hier um das zur Verfügung gestellte Rede-Manuskript. Die tatsächlich gehaltene Rede kann davon geringfügig abweichen
21.Dezember 2017

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ISSN 1614-2853
17. Jahrgang