Gesundheit

Behinderte beraten Behinderte

NEUMARKT. In Neumarkt wurde ein Verein gegründet, in dem Menschen mit Behinderung andere Menschen mit Behinderung und deren Angehörige beraten sollen.

Der gemeinsame Erfahrungshintergrund eine die Berater und die Ratsuchenden, hieß es.

Die derzeitigen Mitglieder des Vereins sind unter anderem die Lebenshilfe Neumarkt, der Ambulante Betreuungsdienst, das Neumarkter Rote Kreuz, der Caritasverband, das Diakonische Werk und die Rummelsberger Dienste für Menschen mit Behinderung.


Das neue und ergänzende Beratungsangebot werde durch die Förderung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales möglich wurde. Alle würden zusammenarbeiten, damit es die ratsuchenden Menschen aus Stadt und Landkreis Neumarkt nutzen können.

Im Mai ist der Bewilligungsbescheid des Bundesministeriums beim Verein für "ergänzende unabhängige Teilhabeberatung" in Neumarkt eingegangen. Die Konzeptarbeit, die wegen der Fristen zeitnah von den Kooperationspartnern umgesetzt werden musste, habe sich gelohnt. Nun stehe die Umsetzung an, damit ratsuchende Menschen mit Behinderung ein weiteres Angebot für sich nutzen können.

Als erste Aufgabe wird eine Fachkraft als Leitung der Beratungsstelle gesucht. Da der Schwerpunkt auf der Beratung von Betroffenen durch Betroffene liegt, seien auch Bewerbungen von Menschen mit einer Behinderung sehr erwünscht. Parallel dazu sucht man Räumlichkeiten, die barrierefrei und zentral gelegen sind.

Nähere Informationen gibt es bei der Beratungsstelle unter Telefon 09181/511510
10.07.18

Chefarzt vorgestellt


Bei der Begrüßung des neuen Chefarztes (v.l.): Personalratsvorsitzender Richard Feihl, Vorstand Peter Weymayr, Chefarzt Dr. Harald Hennig, Landrat Willibald Gailler und Ärztlicher Leiter Dr. Thomas Ebersberger
Foto: Schwindl
NEUMARKT. Am Klinikum Neumarkt wurde eine neue Abteilung Notfallzentrum gegründet. Dr. Harald Hennig tritt jetzt als Chefarzt seinen Dienst an.

Bislang wurden die Patienten der Notaufnahme von drei fest zugeordneten Fachärzten sowie den bei Bedarf hinzugezogenen Ober- und Assistenzärzten der jeweiligen Fachrichtungen betreut. Es stellte sich jedoch heraus, dass das immer weiter steigende Aufkommen der Patienten eine noch schnellere kompetente Versorgung erforderlich macht.

Wurden 2009 noch etwa 20.000 Patienten in der Notaufnahme erstversorgt, waren es im vergangenen Jahr bereits 30.000, eine Steigerung um 50 Prozent. Deshalb haben sich die Krankenhausleitung und der Verwaltungsrat dazu entschlossen, eine chefärztlich geführte Abteilung Notfallzentrum zu gründen, und Dr. Harald Hennig als Chefarzt bestellt.


Hennig wurde 1974 in Villingen-Schwenningen geboren. Nach einer Krankenpflegeausbildung absolvierte er sein Medizinstudium und die Facharztweiterbildung an der Universitätsklinik Freiburg. Er ist Facharzt für Anästhesiologie und verfügt über die Zusatzbezeichnungen Notfallmedizin sowie interdisziplinäre klinische Notfallmedizin. Außerdem hat er den Postgraduierten-Studiengang Master of Medical Education (MME) an der Universität Bern erfolgreich belegt.

Seit 2012 arbeitet er in den Niederlanden als Oberarzt in der interdisziplinären Notaufnahme der Universitätsklinik Leiden. Die Region um Neumarkt und das Klinikum als Arbeitgeber sind für ihn sehr attraktiv, weshalb er die neue Stelle sehr gerne antreten wird, hieß es bei der Vorstellung des neuen Chefarztes.

Ziel sei es nun, mit einer erweiterten Besetzung von Fachärzten an sieben Tagen in der Woche Facharztstandard zu erreichen. Auf diese Weise könnten Patienten täglich besser identifiziert werden, die nicht-stationär behandlungsbedürftig sind, sondern ambulant versorgt werden können. Patientensicherheit, Qualität der Behandlung sowie die Zufriedenheit der Patienten während des Aufenthaltes im Notfallzentrum hätten oberste Priorität.

Den Fokus will Dr. Hennig dabei in die Einhaltung standardisierter Vorgehen sowie Behandlungspfade bei bestimmten Krankheitsbildern legen, insbesondere möchte er das sogenannte Manchester-Triage-System, ein standardisiertes Verfahren zur Ersteinschätzung der Behandlungspriorität einführen und zielgerichtet einsetzen. Weiter- und Fortbildungsmaßnahmen der ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiter sollen die Mitarbeiterzufriedenheit sichern und steigern. Langfristig strebt er die Weiterbildungs-Befugnis in der ärztlichen Weiterbildung für die Zusatzbezeichnung „klinische Akut- und Notfallmedizin“ und eine Zertifizierung des Notfallzentrums an.

Landrat Willibald Gailler und Vorstand Peter Weymayr zeigten sich sehr erfreut über die Zusage Hennigs, den nunmehr 17. Chefarzt der Kliniken des Landkreises Neumarkt.
02.07.18

Minister weihten ein


Gleich zwei Minister weihten das Medizinische Versorgungszentrum ein

NEUMARKT. Gleich zwei Staatsminister haben am Montag ein Medizinisches Versorgungszentrum in Parsberg seiner Bestimmung übergeben.

Die Bayerische Staatsregierung setze alles daran, die qualitativ hochwertige wohnortnahe ärztliche Versorgung im Freistaat auch künftig aufrechtzuerhalten, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml. Man werde in den Bemühungen nicht nachlassen, junge Hausärzte für eine Tätigkeit auf dem Land zu gewinnen. Das Gesundheitsministerium habe bislang 449 Niederlassungen und Filialbildungen gefördert - darunter auch 363 Hausarzt-Praxen.


"Mit der Eröffnung des Versorgungszentrums gingen die verantwortlichen Mediziner in Parsberg neue Wege, zum Wohle der und Patienten vor Ort, sagte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker. Darüber hinaus würden für den ärztlichen Nachwuchs neue Perspektiven geschaffen.

Die Trägergesellschaft für das Medizinische Versorgungszentrum - ein Zusammenschluss aus den Kreiskliniken des Landkreises Neumarkts und niedergelassenen Haus- und Fachärzten - möchte mit ihrer Einrichtung auch einen Beitrag zur Sicherung der kinderärztlichen Versorgung in der Region leisten, hieß es. Deshalb habe man eine von Schließung bedrohte Kinderarztpraxis in Parsberg übernommen und führe sie nun als Teil des Versorgungszentrums fort.
25.06.18
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17. Jahrgang