Gesundheit

Crohn- und Colitis-Tag

NEUMARKT. Mit Informationsständen und Vorträgen beteiligt sich das Darmzentrum am Klinikum Neumarkt am bundesweiten Crohn- & Colitis-Aktionstag am Mittwoch.

Mehr als 320.000 Menschen in Deutschland leiden heute unter entzündlichen Darmerkrankungen, davon etwa 120.000 an Morbus Crohn und 200.000 an Colitis ulcerosa. Beide Krankheiten sind bisher wenig bekannt. Um das zu ändern beteiligt sich das Klinikum Neumarkt in diesem Jahr an der Aktion des Kompetenznetzes Darmerkrankungen und der DCCV (Deutsche Morbus Crohn und Colitis ulcerosa Vereinigung) zum Crohn- & Colitis-Tag.


Mit einem Aktionstag am 4. Oktober ab 18 Uhr sollen Betroffene, Angehörige und auch interessierte Besucher über die Diagnostik und Therapie von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen informiert und moderne Untersuchungsmethoden vorgestellt werden.

In der Eingangshalle befinden sich Informationsstände der Selbsthilfegruppe und der Diätberatung. Außerdem wird in einer Videovorführung die laparoskopische Operationsmethode demonstriert. Im Röntgendemoraum werden Vorträge über die Diagnostik und medikamentöse Therapiemöglichkeiten bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen - CED (Referent Prof. Dr. Claus Schäfer, Chefarzt der Medizinischen Klinik II am Klinikum Neumarkt) und chirurgische Therapiemöglichkeiten bei CED (Referentin Prof. Dr. Bettina Rau, Chefärztin der Chirurgischen Klinik am Klinikum Neumarkt) angeboten.
04.10.17

80 Prozent stillen

NEUMARKT. Die Weltstillwoche vom 2. bis 8. Oktober weist mit dem Motto "Stillen fördern- gemeinsam" auf die Bedeutung des Stillens hin.

"Die industriell gefertigten Milchprodukte erreichen bei Weitem nicht die Qualität der Muttermilch", so Dr. Werner Richter, der seit vielen Jahren in der Mütterberatung und Elternsprechstunde im Gesundheitsamt Neumarkt tätig ist. Vorteile der Muttermilch seien, dass sie immer frisch, ideal temperiert, hygienisch einwandfrei und jederzeit verfügbar ist.


Immerhin würden etwa 80 Prozent der Frauen im Landkreis Neumarkt ihr Baby nach der Geburt stillen, nach drei Monaten seien es allerdings nur noch etwas 50 Prozent.

Die Empfehlung der WHO und der Nationalen Stillkommission, dass Babys in den ersten fünf bis sechs Monaten ausschließlich mit Muttermilch ernährt werden sollten, werde damit nicht erreicht, obwohl der Nutzen des Stillens für Mutter und Kind längst hinreichend belegt sei.

In Neumarkt bestehen regelmäßige Beratungs- und Unterstützungsangebote bei Still-Problemen: Die Elternsprechstunde und Mütterberatung im Gesundheitsamt findet 14tägig jeweils dienstags von 14 bis 16 Uhr, ohne Voranmeldung. Die genauen Termine können über Telefon 09181/470-512 erfragt werden.

Das Klinikum Neumarkt bietet einen Still-Treff an jedem ersten und dritten Dienstag im Monat auf der Wochenstation 2 C von 9.30 bis 11 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung ist nicht erforderlich. Am 17. Oktober geht es um das Thema Muttermilch und künstliche Nahrung im Vergleich.

Telefonisch kann über die Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen (AFS) jederzeit unter Telefon 0228/92959999 Rat bei Stillproblemen eingeholt werden.

Im Foyer des Gesundheitsamtes liegen im Rahmen der Weltstillwoche Flyer und Informationsbroschüren zum Thema Stillen/gesunde Entwicklung des Kindes auf.
01.10.17

Hilfe bei "Parkinson"

NEUMARKT. Am Dienstag findet wieder ein Gesundheitsforum am Neumarkter Klinikum statt. Das Thema lautet "Parkinsonkrankheit - Moderne Behandlung 200 Jahre danach".

Im Jahr 1817 beschrieb der englische Arzt und Geologe James Parkinson eine eigentümliche Erkrankung, bei der die Erkrankten sich zunehmend langsamer bewegen, über Muskelsteifigkeit klagen und vor allem anfangen zu zittern. Deshalb nannte er die Erkrankung "shaking palsy", die Schüttellähmung.


Zwischenzeitlich hat sich das Verständnis über die später nach James Parkinson benannte Krankheit gewandelt. Tatsächlich kennt man den Morbus Parkinson als vielgestaltige Erkrankung des Nervensystems, die vor allem im höheren Lebensalter auftritt. Zunehmend wird deutlich, dass es dabei neben der Störung der Bewegung noch viel mehr Symptome gibt, die zum Beispiel auch die geistigen Fähigkeiten und das Gemüt betreffen. So sind depressive Symptome möglich, aber auch Schlafstörungen und oft frühzeitig eine Verlangsamung des Denkens. Im späteren Verlauf kann sich auch eine Demenz entwickeln. Viele Patienten leiden auch unter Blasen- oder Darmstörungen sowie Blutdruckschwankungen.

Glücklicherweise hat sich mit dem Verständnis für die Erkrankung auch die Behandlung weiterentwickelt und verbessert. Nach den ersten Medikamenten in den 60er Jahren gibt es nun eine breite Palette an Arzneien, die häufig kombiniert werden können. Mit der Tiefenhirnstimulation steht eine operative Behandlung zur Verfügung. Daneben hat sich die funktionelle Behandlung mit Physio,- Ergo- und Logotherapie zu einer unverzichtbaren Säule der Behandlung entwickelt. Gerade in den letzten Jahren wurden hier sehr wirkungsvolle Behandlungskonzepte zusammengestellt.

Referent ist der Neurologe und Geriater Prof. Dr. René Handschu, Chefarzt der Neurologischen Klinik am Klinikum Neumarkt. Er gibt einen Überblick über die Ursachen der Erkrankung, ihre verschiedenen Formen und Symptome und berichtet auch über die Diagnostik und insbesondere die verschiedenen Therapiemöglichkeiten, die die moderne Medizin heute bietet.

Beginn der Veranstaltung ist am Dienstag um 18.30 Uhr im Schul- und Studienzentrum am Klinikum Neumarkt, Klägerweg 1. Der Besuch der Veranstaltung ist kostenlos.
26.09.17
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16. Jahrgang