Gesundheit

Über 14 Tage krank


Gesundheitsreport 2017: Neumarkt liegt im Mittelfeld
Grafik: Techniker Krankenkasse
NEUMARKT. Neumarkt im Mittelfeld: Erwerbstätige im Landkreis waren im letzten Jahr durchschnittlich über 14 Tage krank geschrieben.

Das ist deutlich länger als im bayerischen, aber kürzer als im bundessdeutschen Durchschnitt. Die Regensburger waren nur gut zehn Tage krank, die Schwandorfer blieben dagegen im letzten Jahr über 16 Tage der Arbeit fern.

Der Krankenstand im Landkreis Neumarkt beträgt nach Angaben der Techniker Krankenkasse genau 4 Prozent und liegt damit auch in der Oberpfalz im Mittelfeld. In Bayern liegt dieser Wert bei 3,6, im Bund bei 4,2 Prozent.


Am häufigsten fehlten die Menschen am Arbeitsplatz mit je 15,7 beziehungsweise 16,1 Tagen in Cham und Schwandorf. Obwohl in den beiden Landkreisen ein Rückgang von 0,6 beziehungsweise 0,4 Tagen gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen ist, sind sie immer noch die Schlusslichter in der Oberpfalz.

Spitzenreiter bei den genannten Gründen sind Muskel-Skelett-Beschwerden vor Erkrankungen der Psyche sowie Atemwegsbeschwerden.

Im Jahr 2016 fehlte im Schnitt jeder Beschäftigte in Bayern krankheitsbedingt 13,1 Tage am Arbeitsplatz. Das sind 0,3 Tage weniger als im Jahr zuvor. Vor allem die Fehlzeiten wegen Atemwegs- und Muskel-Skeletterkrankungen gingen zurück. Nach dem Rekordhöchststand im Jahr 2015, sanken die Fehlzeiten vergangenes Jahr in Bayern um 2,4 Prozent, bundesweit nur um 1,2 Prozent. Im Bund wurden vergangenes Jahr 15,2 Fehltage je Erwerbstätigen verzeichnet.

"Betriebliche Gesundheitsförderung scheint gerade bei Muskel- und Gelenkserkrankungen allmählich zu greifen. Die erkältungsbedingten Fehlzeiten richten sich nach der Intensität der jeweiligen Grippesaison. Besorgniserregend sind die weiterhin hohen Fehlzeiten durch psychische Erkrankungen", sagt Christian Bredl von der TK.

Für den Gesundheitsreport 2017 wertete die TK die Krankschreibungen der 4,8 Millionen bei ihr versicherten Erwerbspersonen aus. Dazu zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Empfänger von Arbeitslosengeld I. Für Bayern wurden die Daten von rund 650.000 Mitgliedern ausgewertet.
06.07.17

Große Finanzspritze


Prof. Dr. Peter-Hubert Grewe, Landrat Willibald Gailler, Leokadia Donauer, Johann Donauer, Stiftungsrat-Mitglied Stefan Wittmann und Vorstand Peter Weymayr (v.l.)

NEUMARKT. Die Herzkathetertechnik am Neumarkter Klinikum wird erneuert - und die Donauer-Stiftung gibt dafür einen Zuschuss in Höhe von 400.000 Euro.

Leokadia und Johann Donauer unterstützen damit erneut mit ihrer Stiftung das Klinikum durch eine große Finanzspritze.

Im Jahr 2005 wurde das erste Katheterlabor und im Jahre 2010 das zweite Katheterlabor am Klinikum in Betrieb genommen. Mit diesen medizinischen Großtechnik-Anlagen konnten Herz-Kreislauf-Patienten auch in Neumarkt interventionell behandelt werden. In den letzten zehn Jahren ist es zu einer nahezu revolutionären Verbesserung der Großgerätetechnik in diesem Bereich gekommen


Durch die Spende der Familie Donauer können jetzt beide Großgeräte auf den modernsten Stand aufgerüstet werden. Neben der Behandlung des akuten Herzinfarktes und der Durchblutungsstörung am Herzen können mit diesen Geräten Katheterverfahren zu Behandlung der Durchblutungsstörung der Halsschlagader, der Beinarterien und Spezialherzkatheterbehandlungen von Herzrhythmusstörungen (Ablation) durchgeführt werden.

Bisher stand Prof. Dr. Peter-Hubert Grewe, Chefarzt der Medizinischen Klinik I, mit seinem Spezialisten-Team in den Katheterlaboren nur konventionelle Röntgentechnik zur Verfügung. Nach der Aufrüstung kann die Röntgentechnologie jetzt mit computertomographisch erstellten Bildern und Ultraschallbildern kombiniert werden. Diese technischen Neuerungen führen auch zu einer Reduktion der Strahlenbelastung für Patienten und Mitarbeiter.

Landrat Willibald Gailler und Klinikvorstand Peter Weymayr betonten den Stellenwert der Stiftungsspende. Die Investitionsbelastung des Klinikum werde durch diesen Zuschuss der Donauer-Stiftung erheblich entlastet. Weymayr sagte, dass nur durch diese Unterstützung letztendlich eine technische Modernisierung auf höchstem Niveau finanzierbar gewesen sei und das Gesamtinvestitionsvolumen dieser technischen Modernisierung ein Volumen von mehr als eine Million Euro beträge.

Die Donauer-Stiftung unterstützt seit zehn Jahren das Klinikum Neumarkt. Nach der Erstellung beider Stiftungsgebäude entlang der Nürnberger Straße und die Einrichtung der Palliativ- und Kinderstation sei diese Großspende wieder ein bemerkenswerter Beitrag zur Verbesserung der Versorgungssituation im Landkreis Neumarkt, hieß es.
27.06.17

Impfschutz wird geprüft

NEUMARKT. Von Mittwoch bis 13. Juli führt das Neumarkter Gesundheitsamt Impfbuchkontrollen in den 6. Klassen aller Schulen der Stadt und des Landkreises durch.

Es unterstützt damit das Impfkonzept des Bayerischen Gesundheitsministeriums und die Impfbemühungen der niedergelassenen Ärzte.

Ein vollständiger Impfschutz insbesondere gegen Masern sei für Schüler sehr wichtig, hieß es. Klassenfahrten, Schüleraustausch und Ferienreisen erhöhten das Risiko für eine Maserninfektion bei nicht ausreichendem Impfschutz.


Obwohl heute moderne und sehr gut verträgliche Impfstoffe zur Verfügung stehen, lässt sich immer wieder eine Impfskepsis sowie Impfmüdigkeit feststellen, die zu Impflücken geführt hat, sagte Medizinaloberrat Dr. med. Werner Richter . Häufig würden Impftermine aber auch einfach nur vergessen.

Wenn man bei der Impfbuchkontrolle Impflücken oder notwendige Auffrischimpfungen feststellt, werden die Eltern über ein Info-Blatt benachrichtigt. Die Impfungen werden dann vom jeweiligen Haus- oder Kinderarzt durchgeführt.
27.06.17
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16. Jahrgang