Gesundheit

Infos für Patienten

NEUMARKT. Das Endo-Prothetik-Zentrum Neumarkt veranstaltet am Mittwoch um 18.30 Uhr eine Patientenveranstaltung zum Thema "Minimal-invasiver Zugang (AMIS) am Hüftgelenk" im Schul- und Studienzentrum am Klinikum.

Das künstliche Hüftgelenk wird in der Literatur auch als Jahrtausendoperation bezeichnet, da durch die Einführung des Kunstgelenkersatzes der Hüfte schmerzhafte Bewegungseinschränkungen und eine Einschränkung der Lebensqualität zuverlässig behandelt und verbessert werden können. In den letzten Jahrzehnten wurden die Prothesen immer weiter entwickelt, verbessert und haltbarer gemacht, wobei allerdings nicht jede Neuentwicklung automatisch auch eine Verbesserung nach sich zog.


Neben den Prothesen gilt es jedoch auch die Operationstechnik zu verfeinern, um den Patienten nach der Operation wieder schnell auf die Beine zu bekommen und Schmerzen nach der Operation zügig zu minimieren. Es gibt verschiedene herkömmliche "Zugänge" beim Kunstgelenkersatz der Hüfte, die einerseits seit Jahrzehnten erfolgreich durchgeführt werden, andererseits die Ablösung von Muskeln oder Sehnen und unterschiedliche lange Hautschnitte erfordern.

Minimalinvasive Zugänge werden zunehmend von Patienten gefordert, weil sie eine kurze Narbe wünschen und durch unterschiedliche Medien und Werbung Hoffnungen suggeriert bekommen, die nicht immer zu erfüllen sind, wie es hieß. Nicht jeder "minimalinvasive" Zugang sei "tatsächlich minimalinvasiv". Nicht jede kurze Narbe sei minimalinvasiv oder besser als eine lange Narbe.

Im Rahmen der diesjährigen Veranstaltung des Endo-Prothetik-Zentrums wird der tatsächlich minimalinvasive Zugang AMIS vorgestellt, der keine Ablösung von Muskeln erfordert und eine schnellere Mobilisation des Patienten ermöglicht. Diese neue OP-Technik biete große Möglichkeiten, hat jedoch auch ihre Grenzen und ist nicht für jede Hüftoperation geeignet.

Referent ist Dr. Wolfgang Hönle, Chefarzt der Orthopädischen Chirurgie und Leiter des Endo-Prothetik-Zentrum am Klinikum Neumarkt. Das Zentrum hat 2014 das offizielle Zertifikat der Zertifizierungsstelle ClarCert erhalten. Mit dem Zertifikat wurde der endoprothetischen Versorgung der beiden Gelenke Hüfte und Knie eine hohe Behandlungsqualität attestiert.

Der Besuch der Veranstaltung ist kostenlos.
19.09.17

Bereitschaftspraxis im Klinikum

NEUMARKT. Im Neumarkter Klinikum soll schon im Oktober eine Bereitschaftspraxis des Kassenärztlichen Vereinigung eingerrichtet werden.

Dies sei eine gute Nachrichten für Patienten aus dem Raum Neumarkt, die außerhalb der üblichen Sprechstundenzeiten medizinischer Hilfe benötigen, hieß es.


Neumarkt ist damit ein Jahr früher dran als die Planungen für die übrige Region. Dank konstruktiver Zusammenarbeit mit dem Klinikum könne die KVB-Bereitschaftspraxis schon ab 4. Oktober ihren Betrieb aufnehmen.
04.09.17

Hörtest für Kinder


Im Gesundheitsamt werden Kinder auf Hörprobleme getestet

NEUMARKT. Daß Kinder nicht hören wollen ist für Eltern keine neue Erkenntnis. Komplizierter wird es, wenn die Kinder echte Probleme mit den Ohren haben.

Am Neumarkter Gesundheitsamt untersucht eine heilpädagogische Förderlehrerin sieben Mal im Jahr Kinder, von denen Erzieher oder Eltern das Gefühl haben, sie hören nicht richtig.

Angestrengt horcht die vierjährige Jasmin in den Kopfhörer auf ihren Ohren hinein. Sie wartet. Erst wenn sie einen Ton hört, darf sie die bunte Holzfigur, die sie sich ans Ohr hält, in den Holzbus "einsteigen" lassen. Schummeln gibt es nicht. Denn das merkt die Frau, die dem Mädchen gegenübersitzt, sofort. Am Ende der Untersuchung ist klar: Jasmins Innenohr ist völlig in Ordnung, nur kommt der Schall nicht ungehindert dort an.


Doch Karin Hempe vom Zentrum für Hörgeschädigte in Nürnberg kann Jasmins Mutter beruhigen. Die Schwerhörigkeit ihrer Tochter ist vom Ohrenarzt leicht zu beheben. Die heilpädagogische Förderlehrerin kann im Neumarkter Gesundheitsamt oft helfen. Schließlich könnte ein schlechtes Gehör negative Auswirkungen auf die Sprachentwicklung eines Kindes haben.

Der Hörtest im Gesundheitsamt Neumarkt ist auf Kinder zugeschnitten. "Beim Ohrenarzt" wissen sie oft nicht, worauf sie achten müssen. "Ich übe vorher mit ihnen und nehme mir ein wenig mehr Zeit", sagte Hempe. Es mache einen großen Unterschied, ob ihr ein fünfjähriges Vorschulkind, ein zweieinhalbjähriges oder ein vierjähriges Kind mit einer Ent- wicklungsverzögerung gegenübersitze.

Je nachdem, ob die Kinder noch im Kindergarten oder in der Schule sind, gestaltet sich der Ablauf der Tests unterschiedlich. Bei kleineren Kindern beginnt Hempe mit einer Lautüberprüfung. Sie lässt die Kleinen Gummitiere benennen. Denn ist die Sprachentwicklung normal, hören die Kinder in der Regel auch gut.

Neben einem Hörtest - dazu gehört eine Innenohruntersuchung - müssen Vorschulkinder auch einen Test über sich ergehen lassen, der zeigt, ob sie das Gehörte auch verarbeiten. Sie müssen Zahlenreihen oder Sätze nachsprechen, Silben klatschen, Wortfamilien oder Reime erkennen. Schulkinder werden einem Lautdifferenzierungstest unterzogen. Der Unterschied zwischen "kriechen" und "Griechen" ist dabei ebenso wichtig wie zwischen "Kirche" und "Kirsche".

In den meisten Fällen stellt Karin Hempe eine Schallleitungsschwerhörigkeit fest. Sie ist mit Medikamenten oder einem kleinen Eingriff behandelbar. Eine Innenohrschwerhörigkeit komme selten vor. Auch bei den Wahrnehmungstests schneiden die Kinder eher normal ab - allerdings sind diese Tests nicht ganz aussagekräftig. Bei ihrem Beratungstag kann Hempe nur einen Teil der notwendigen Tests durchführen.

Eine Anmeldung zum nächsten audiologischen Beratungstag am 13.September ist beim Gesundheitsamt unter Telefon 09181/470-504 möglich.
28.08.17
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16. Jahrgang