Grüne

Gegen drei Fahrspuren


MdB Stefan Schmidt (M.) traf sich mit den Neumarkter Grünen zu einem Termin vor Ort
Foto: Stefan Haas
NEUMARKT. Die Grünen lehnen einen dreispurigen Ausbau der B299 ab, hieß es bei einem Ortstermin mit MdB Stefan Schmidt.

Der Ausbau der B299 soll zwischen Greißelbach und Mühlhausen sowie bei Stauf/Woffenbach in die nächste Runde gehen. Um sich vor Ort ein genaueres Bild von Planung und Auswirkungen zu machen, besichtigte der Oberpfälzer Bundestagsabgeordnete Stefan Schmidt zusammen mit den Neumarkter Grünen die Teilabschnitte. Für beide geplanten Ausbauten gäbe es kaum sinnvolle Argumente, aber vieles, was dagegen spreche, so Schmidts Fazit.


Schmidt hatte im Vorfeld seines Besuchs den Stand der Planungen abgefragt. Zwischen Greißelbach und Mühlhausen und bei Stauf/Woffenbach würden derzeit die Planfeststellungsunterlagen erstellt, so das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur.

Weitere 13,5 Millionen Euro sollen in den Ausbau der zwei Abschnitte fließen. "In Zeiten des Klimawandels sollte eine Verlagerung des Verkehrs auf öffentliche Verkehrsmittel im Vordergrund stehen, nicht eine scheinbare Beschleunigung der Straße", so Schmidt.

Neben den Kosten äußert er sich auch kritisch über die Auswirkungen für Mensch und Natur. Lärmbelastungen durch höhere Geschwindigkeiten, Enteignung von Grundstückseigentümern, höhere Unfallrisiken, unnötige Flächenversiegelung - all das rege auch viele Staufer und Woffenbacher Bürger auf, die sich vor Ort mit Schmidt trafen. Sie baten Schmidt und die Neumarkter Grünen um Unterstützung.
21.02.20

„Begrünung fehlt“

NEUMARKT. Mit der Neu-Ausschreibung der Ganzjahresbad-Fassade sollte man auch eine Fassadenbegrünung mit aufnehmen, heißt es von den Grünen.

Eine Nachfrage der Grünen habe ergeben, daß bei der erneuten Ausschreibung eben keine Begrünung vorgesehen ist, sagte Ortsvorsitzende Eva Borke-Thoma. „Dabei wäre es ein wichtiges Signal gewesen, die Versiegelung von Grünflächen mit einer Begrünung an anderer Stelle zu kompensieren. Eine Fassadenbegrünung schaut nicht nur schöner aus als Beton, sie bindet auch CO2 und verbessert die Luftqualität“.


Als Gründe gegen eine Fassadenbegrünung sprechen aus Sicht der Stadtwerke und deren Fachplaner ein fehlendes Platzangebot, erhebliche Beschädigung der Pflanzen, ein zusätzlicher Pflegeaufwand, sowie daraus entstehende höhere Betriebskosten.

Die Grünen finden, dass bei zukünftigen Bauten von vornherein eine Fassadenbegrünung sowie Dachbegrünung in die Bauplanung mitaufgenommen werden soll. „Die Stadt muss hier als gutes Vorbild vorangehen“, sagte Thomas König.

Wie sich die Neumarkter Grünen die zukünftige Stadtentwicklung vorstellen, können interessierte Bürger am 20.Februar um 18.30 Uhr bei der Veranstaltungsreihe „Triff die Grünen“ im Café Immergrün erfahren.

Die aktuelle Verkehrssituation rund um das Ganzjahresbad sei derzeit noch nicht endgültig geklärt, hieß es weiter. Bisher sei man von Tempo 50 am Bad ausgegangen, wofür ein Schallschutz in die Fassade integriert werden sollte. Da man nun doch höchstens Tempo 30 an dieser Stelle plant, ändern sich auch die Anforderungen an die Fassade.
17.02.20

„Rückschritt statt Stillstand“

NEUMARKT. Die „Ära Gailler“ ist nach Meinung der Grünen „kein Stillstand sondern ein Rückschritt in Sachen Umweltschutz und erneuerbare Energien“.

Das Versäumnis der Errichtung einer PV-Anlage auf den neu errichteten Gebäuden des Werstoffhofes am Blomenhof sei nur ein weiterer Mosaikstein in einem Leitbild des Landkreises, in dem erneuerbare Energien keine Rolle mehr zu spielen scheinen, sagte Stefan Haas. In dieses Bild passe auch, dass die Stelle des Energieberaters nach wie vor nicht besetzt ist. Dies sei „ein trauriges Alleinstellungsmerkmal unseres Landkreises in der ganzen Oberpfalz“.


Bei dem dringend notwendigen Ausbau der dezentralen und erneuerbaren Stromversorgung werde die Verantwortung gänzlich an die Märkte, Städte und Gemeinden sowie an die Bürger abgegeben, sagte Sigrid Steinbauer-Erler.

Angetrieben habe man aber Projekte wie der autobahnähnliche Ausbau der B299, der mit einem enormen Flächenverbrauch einher gehe und in dieser Größenordnung nie und nimmer notwendig gewesen wäre, oder die geplante Autobahnausfahrt Lauterhofen/Traunfeld, die „nur durch ein breites Bündnis aus Anwohnern, Naturschutzverbänden und Parteien erst mal gestoppt“ werden konnte.
15.02.20

Stauffenberg-Enkelin in Berg

NEUMARKT. Bei einer Grünen-Versammlung in Berg spricht Sophie von Bechtolsheim über ihren Großvater Claus Schenk Graf von Stauffenberg.

Die Enkelin des Hitler-Attentäters lebt und arbeitet als Mediatorin in Uffing am Staffelsee und setzt sich zudem für den Täter-Opfer-Ausgleich ein.


Der Ortsverband der Grünen veranstaltet die Lesung mit Sophie von Bechtolsheim am 7.Februar um 19 Uhr im Gasthaus Knör in Berg. Der Eintritt ist frei.

Zuvor empfängt Bürgermeister Himmler die Autorin im Rathaus, wo sie sich ins Goldene Buch der Gemeinde Berg eintragen soll.
16.01.20


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ISSN 1614-2853
19. Jahrgang
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