Grüne

Grüne und „Lebensmittel-Retter“

NEUMARKT. Am Freitagabend treffen sich die Grünen auf dem Neumarkter Rathausvorplatz mit Vertretern der lokalen „Foodsharing-Gruppe“.

Um 19.30 Uhr wollen sich sich neben den lokalen Vertretern der Grünen auch MdB Stefan Schmidt, MdL Jürgen Mistol und der neue Landesvorstand Thomas von Sarnowski die Ehre geben.


Thema ist die Nachhaltigkeit bei Lebensmitteln. Dazu hat man die Neumarkter Foodsharing-Gruppe zu einer öffentlichen „Fair-teilung“ eingeladen. Alle 125 Mitglieder dieser Initiative im Landkreises Neumarkt arbeiten ehrenamtlich. Es handelt sich um eine Umweltorganisation, die Lebensmittel bei Kooperationsbetrieben „rettet“ und kostenlos weiter verteilt.

Die Grünen-Stadt- und Kreisräte wollen zusammen mit „Foodsharing“ diskutieren und Lösungsansätze vorschlagen, wo Lebensmittel hingebracht oder kostenlos abgeholt werden können.
05.08.21

Göring-Eckardt zu Gast

NEUMARKT. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, besucht in der nächsten Woche die Gemeinde Berg.

Der Besuch beginnt am 30. Juli mit einem Empfang im Rathaus durch Bürgermeister Peter Bergler. Nach der Eintragung ins Goldene Buch der Gemeinde sind ab 14.15 Uhr alle interessierten Bürger beim „Open-Air-Picknick“ des Grünen-Ortsverbandes willkommen. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von den „Schwarzach-Musikanten“.


Katrin Göring-Eckardt will einen Impulsvortrag zum Thema „Aufbruch in die Zukunft“ halten. Danach findet eine ausgiebige Diskussions- und Fragerunde statt. Göring-Eckardt wird zu Fragen der anstehenden Bundestagswahl aber auch zu allen anderen Aspekten grüner Politik Stellung nehmen, hieß es.

Das Picknick findet im Sophie-Scholl-Park neben dem Rathaus statt. Sitzgelegenheiten, Getränke und Speisen für den eigenen Bedarf sollte man selbst mitbringen. Wegen der Pandemiesituation wird es keinen Ausschank und Verkauf geben.
20.07.21

Neue grüne Doppel-Spitze


Toni Hofreiter (3.v.l.) inmitten der Grünen-Kreisvorstandschaft
Foto: Andreas Friedl
NEUMARKT. Fraktions-Chef Dr. Toni Hofreiter kam zu der Jahreshauptversammlung mit den anstehenden Neuwahlen des Grünen-Kreisverbandes.

Nachdem Bezirksrätin Gabriele Bayer aus Postbauer-Heng nach 18 Jahre als Vorsitzende der Kreis-Grünen nicht mehr angetreten war wurden die Neumarkter Stadträtin Eva Borke-Thoma und der Berger Kreis- und Gemeinderat Stefan Haas zu neuen Vorsitzenden gewählt.

Die Grünen im Landkreis können auf eine Erfolgsgeschichte zurückblicken: seit 2003 ist die Mitgliederzahl von 40 auf 105 gewachsen. Es gibt derzeit acht Ortsverbände, sieben Kreisräte und 18 Gemeinderäte.

Man wolle den Vorstand deutlich verjüngen und frische Impulse setzen, sagte Bayer bei der Zusammenkunft. Borke-Thoma und Haas waren bereits im Kreisvorstand als Beiträte tätig.

Der Neumarkter Stadträt Thomas Leykam wurde wieder zum Schatzmeister gewählt und Manfred Herman übernahm wieder das Amt des Schriftführers. Um die Arbeit auf viele Schultern zu verteilen, wählten die Grünen noch Nicole Brock, Johanna Stehrenberg, Christine Garibasch, Teresa Häußinger und Karl-Heinz Egert als Beiräte. Für die Rechnungsprüfung stellten sich Sigrid Steinbauer-Erler und Jürgen Kerkien zur Verfügung Stellvertretende Rechnungsprüfer wurden Christel Neufert und Reinhold Wenzel

Vor der Wahl hielt der Bundestagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Dr. Toni Hofreiter, einen Impulsvortrag zum Wahlkampfauftakt. Es gelte gemeinsam mit den Bürgern, mit dem Mittelstand, der Industrie und den Kommunen die Energiewende umzusetzen, sagte er. Die technischen Lösungen gäbe es, so Hofreiter. Jetzt gelte es die Menschen mitzunehmen.
11.07.21

„Zweiter Sündenfall“

NEUMARKT. Die Grünen-Fraktion kritisiert scharf die am Mittwoch im Stadtrat auf der Tagesordnung stehenden Pläne zum Umbau der Obi-Kreuzung.

Nach den schon im Verkehrsausschuss vorgelegtem Plan zum Knotenpunkt Kurt-Romstöck-Ring / Freystädter Straße sollen dort weitere zusätzliche Fahrspuren für den Autoverkehr entstehen. Im Gegenzug sollen bisherige Querungsmöglichkeiten für Fußgänger wegfallen. Begründet werde dies mit der Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Kreuzung, weil weniger Ampelschaltungen erforderlich seien. Auch die Anbindung der neuen Feuerwache wird als Argument angeführt.

Wenn der Stadtrat dieser Planung in Zeiten des offensichtlichen Klimawandels zustimmt, ist dies nach der Abstimmung zum dreispurigen Ausbau der B299 der „zweite Sündenfall“ innerhalb kürzester Zeit, sagte Verkehrsreferent Olaf Böttcher.

Die Erhöhung der Leistungsfähigkeit beziehe sich nur auf den Autoverkehr und sei ein fatales Signal für noch mehr motorisierten Verkehr in der Innenstadt. Selbst der zweifelhafte Vorteil der Dreispurigkeit auf dem Ring um Neumarkt werde durch solche Planungen vollkommen zunichte gemacht. „Wer wird den Ring nutzen, wenn der kürzere Weg durch die Stadt auch noch der schnellere ist?“ fragte Böttcher


Man wolle ein optimale Anbindung für die Feuerwehr, hieß es von den Grünen. Die dürfe aber keinesfalls zu Lasten des klimaneutralen Verkehrs gehen, sagte Franziska Hutzler. Es habe lange gedauert, bis die Anforderungsampeln – „auch Bettelampeln genannt“ – für den Fuß- und Radverkehr über den Kurt-Romstöck-Ring verschwunden seien. Und jetzt werde mit einem Federstrich eine „komplette Rolle rückwärts hingelegt“.

„Das ist mehr als Hohn gegenüber allen, die nicht für jeden Weg in Neumarkt das Auto nutzen wollen oder können“, sagte die Referentin für Menschen mit Behinderung, Sigrid Steinbauer-Erler. Auch die Wirkung einer großzügigeren Führung des Radverkehrs im Kreuzungsbereich werde verpuffen, wenn die Radstreifen im Verlauf der Freystädter Straße in Richtung Innenstadt„ wieder auf kombinierten Rad-Gehwegen oder im Nichts enden“.

Im Gesamtverkehrsplan wie im Leitbild der Stadt Neumarkt sei die Gleichbehandlung aller Verkehrsarten und eine gezielte Förderung des Fuß- und Radverkehrs seit Jahren fest verankert. Die Stadtratsfraktion der Grünen fordere dies als „oberste Handlungsmaxime für alle Verkehrsplanungen“.

Die meisten Wege im Stadtbereich seien kürzer als fünf Kilometer. Damit biete Neumarkt beste Voraussetzungen für eine moderne Verkehrswende mit weniger Autoverkehr. Wer Nachhaltigkeit und Fahrradfreundlichkeit im Titel führe, sollte entsprechend handeln, hieß es.
06.07.21


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ISSN 1614-2853
20. Jahrgang
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