Grüne

Gegen neue Ausfahrt

NEUMARKT. Der Widerstand gegen eine geplante Autobahnausfahrt an der A 6 bei Traunfeld wächst: am Freitag nächster Woche ist ein Treffen vor Ort geplant.

"Grüne", Bund Naturschutz aus den Landkreisen Neumarkt und Nürnberger Land, die "Linken" aus dem Landkreis Neumarkt und die "ÖDP" aus dem Landkreis Nürnberger Land wollen ein breites Aktionsbündnis gründen, hieß es am Freitag. Auch der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtags, Ludwig Hartmann, unterstützt die Gruppe.

Am Freitag, 7.April, um 17.30 Uhr treffen sich die Gegner am geplanten Gebiet der "Autobahnausfahrt Traunfeld". Luftballons sollen Interessierten den Weg weisen.


Es fühle sich wie die Wiederholung der Geschichte der "Autobahnausfahrt Frickenhofen" an, sagte der Neumarkter Kreisrat Dr. Roland Schlusche, Sein Kollege Markus Reischl kritisiert den enormen Flächenverbrauch nicht nur für die Autobahnausfahrt selbst, sondern auch für die nachfolgenden Eingriffe im Straßennetz auf der Seite des Landkreises Neumarkt. Man müsse den Verkehr reduzieren und nicht immer mehr Straßen bauen, so Reischl.

Kreisrätin Sigrid Steinbauer-Erler nannte es völlig inakzeptabel, dass es bereits ein Gutachten gäbe, das die erheblichen Auswirkungen der geplanten Autobahnausfahrt auf die Straßeninfrastruktur im Landkreis Neumarkt abbilde. Dieses Gutachten sei bereits im Februar 2016 von Professor Kurzak erstellt worden. Eine breite Diskussion von seiten des Landratsamtes gab es darüber jedoch nicht, so Steinbauer-Erler.

Durch die Autobahnausfahrt würden viele Orte an der Autobahnausfahrt massiv durch den abfließenden Verkehr belastet. Den Menschen drohten Gesundheitsschäden durch Stickoxide und Feinstaub, so Bezirksrätin Gabriele Bayer.

Die Staatsregierung in Bayern sei zum "Versiegelungs-Weltmeister" geworden und habe jegliche Verantwortung für Natur, Umwelt und auch die Menschen über Bord geworfen. Das wirft der Fraktionsvorsitzende der Grünen Dr. Roland Schlusche Staatssekretär Albert Füracker vor. "Die Öffentlichkeit wurde nie wirklich über die laufenden Bestrebungen umfassend informiert und die betroffene Bevölkerung wurde nicht eingebunden".
31.03.17

Lichterkette geplant

NEUMARKT. Anlässlich der "Earth Hour" planen die Grünen am nächsten Samstagabend eine Lichterkette am Platz vor dem Neumarkter Rathaus.

Die Earth Hour ist nach Angaben der Veranstalter ein weltweites Ereignis, an dem Millionen von Menschen für eine Stunde das Licht ausschalten. Dies soll dazu motivieren, mehr für Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu machen.


Seinen Ursprung hat die Earth Hour in Sydney. Dieses Jahr ist sie am 25. März von 20.30 bis 21.30 Uhr.

Anlässlich dieses Ereignisses planen die Neumarkter Grünen eine Lichterkette. Ab 19.30 Uhr können alle Interessierte zum Rathausplatz in Neumarkt kommen, am besten mit einer Kerze. Untermalt wird die Aktion von dem Gitarrenduo „Me and You“.
20.03.17

Mehr Mitglieder

NEUMARKT. Dreißig Prozent der anwesenden Mitglieder waren jünger als 40 Jahre, hieß es beim Wahlkampf-Auftakt der Grünen im Landkreis.

Die Mitgliederzahlen steigen, langsam zwar, dafür aber stetig, hieß es bei der Kreisversammlung in Neumarkt.

Allen sei klar, dass der Bundestagswahlkampf vor allem auch im Netz stattfinden werde. Aufs Plakatieren im üblichen Sinn wollen die Grünen verzichten. Sie setzen auf Großplakate und Flyer. Fünf große Themen wollen die Grünen für den Bundestagswahlkampf im Landkreis spielen: Klimaschutz, Agrarwende, Mobilitätswende, Energiewende, Gerechtigkeit.


Am 18. März wollen die Grünen einen Infostand in Neumarkt vor dem Rathaus zum Thema „Eaqual Pay Day“ anbieten. Am 25. März werden die Grünen Teelichter verteilen. um auf die Aktion „Earth hour“ aufmerksam zu machen. Am Tschernobylgedenktag am 26. April wird um 18 Uhr in Neumarkt vor dem Rathaus wieder ein Kranz für die Opfer der beiden atomaren Gaus von Tschernobyl und Fukushima niedergelegt.

In Kürze sollen sogenannte „Themenpaten“ benannt werden. So soll es zum Beispiel einen Ansprechpartner für nachhaltige Geldanlagen, Ernährung, Pflege und Soziales, Gerechtigkeit, Sexualisierte Gewalt, Flüchtlinge, Artenschutz, Kräuterpädagogik und blühende Landschaften, Landwirtschaft und Tierschutz, Rentner und nicht zuletzt für Energie geben.

Ein Aktionsbündnis „Autobahnausfahrt Traunfeld – Nein danke“ soll den Widerstand gegen eine geplante Autobahnausfahrt auf breite Füße stellen. Dazu gab es schon ein Treffen mit den Grünen im Nürnberger Land.
21.02.17

Konsequenzen gefordert

NEUMARKT. Die Neumarkter Grünen-Bezirksrätin Gabriele Bayer fordert Konsequenzen vom Regensburger SPD-Rathausfraktions-Chef, Norbert Hartl.

Im Regensburger Rathaus ermittelt bekanntlich die Staatsanwaltschaft in einer Bestechungsaffäre gegen den amtierenden und den früheren Oberbürgermeister, Joachim Wolbergs (SPD) und Hans Schaidinger (CSU). Wolbergs sitzt sogar in Untersuchungshaft.

Solange auch massive Vorwürfe der Bestechlichkeit bei Grundstücksvergaben gegen den SPD-Fraktionschef im Raum stehen, fordern die Grünen im Bayerischen Bezirketag ein Ruhenlassen aller politischen Ämter von Norbert Hartl.


Mit der bewussten Stückelung von Parteispenden an die SPD und Vorabinformationen an handverlesene Bauunternehmer stünden schwerwiegende Beschuldigungen im Raum, zu deren Aufklärung Hartl Rechenschaft ablegen muss.

Solange dermaßen schwerwiegende Vorwürfe gegen ihn persönlich im Raum stehen, fordern die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Bezirketag, Kirsi Hofmeister-Streit, Hartl auf, seine politischen Ämter, insbesondere den Sitz im Präsidium des Bayerischen Bezirketags und sein Amt als Schatzmeister bis zur lückenlosen Aufklärung ruhen zu lassen.

Die Neumarkter Bezirksrätin Gabriele Bayer schloß sich dieser Forderung an. „Sowohl das Amt als Vizepräsident als auch das Amt als Schatzmeister erfordern einen unbefleckten Charakter und einwandfreien Leumund“, so Hofmeister-Streit.

Sollten sich die Vorwürfe gegen Hartl erhärten, muss er unverzüglich von allen politischen Ämtern zurücktreten, sagte Gabriele Bayer.
23.01.17


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16. Jahrgang