Grüne

Konzepte erarbeiten

NEUMARKT. Die Grünen im Landkreis Neumarkt wollen die Baupause beim Umweltpädagogischen Zentrum (UPZ) am Habsberg nutzen, um gemeinsam mit interessierten Gruppierungen, Vereinen, Parteien und dem Bund Naturschutz über bauliche Möglichkeiten, technische Ausstattung und der Pädagogischen Inhalte einen Konzeptvorschlag zu erarbeiten.

Derzeit sammeln die Grünen gemeinsam mit den interessierten Gruppierungen Vorschläge und Ideen, heißt es in einer Presse-Mitteilung.

Den Grünen sei die positive Entwicklung des UPZ sehr wichtig, da mit diesem Zentrum wichtige Impulse zur Umwelterziehung im Landkreis Neumarkt gesetzt werden könnten. Nach Meinung der Grünen müsste das UPZ aber Innovations- und Vorbildcharakter besitzen. Neben der baulichen und technischen Ausstattung sei das pädagogische Konzept entscheidend, das im Wesentlichen von Umweltpädagogen betreut werden müsste.

Der "Umweltblick" in die Zukunft werde das Konzept entscheidend prägen. Natürlich sei es für Kinder und Jugendlichen wichtig zu wissen, wie man zu Großmutters Zeiten lebte oder wie Kartoffeln angebaut werden. Entscheidend werde aber sein, was man den Nachkommen über die Möglichkeiten der Umweltschonung in der Gegenwart und für die Zukunft beibringe.
04.01.06

Zusätzlicher Sitz

NEUMARKT. Grüne und FLitZ wollen einen Sitz im Rechnungsprüfungsausschuß der Stadt Neumarkt.

Wie die Fraktionsvorsitzende Sieglinde Harres erklärte, "gibt es keinen vernünftigen Grund, warum wir als Fraktion diesem Ausschuss nicht angehören, nachdem wir ansonsten in allen anderen wesentlichen Ausschüssen des Stadtrats vertreten sind und dort bereits mitarbeiten können".

Stadtrat Hans-Jürgen Madeisky stellt fest, dass es ein Leichtes sei, der Fraktionsgemeinschaft aus Grünen und FLitZ einen Sitz zu sichern, indem man zum Beispiel die Zahl der Sitze auf elf aufstocke - "wie in den anderen wichtigen Ausschüssen auch".

"Durch unsere konsequente Mitarbeit im Rechnungsprüfungsausschuss könne man sicher dazu beitragen, in manchen Bereichen Kosten zu sparen", machen FLitZ und Grüne den übrigen Parteien im Stadtrat ihr Begehren schmackhaft. Schließlich habe die Fraktionsgemeinschaft in den vergangenen Jahren "immer wieder öffentliche Vorschläge zu Kosteneinsparungen gebracht".
28.12.05

"Mit falschen Karten"

NEUMARKT. Die Pläne des Bundeslandwirtschaftsministers Horst Seehofer, konventionelle und ökologisch wirtschaftende Bauern stärker gleichzustellen, werden von den Grünen im Landkreis Neumarkt scharf kritisiert.

Die Grünen werfen Seehofer vor, "mit falschen Karten" zu spielen, solange er nicht deutlich sage, in welche Richtung seine Politik gehen soll.

Wenn Seehofer sage, er wolle mehr Gleichbehandlung, müsse man sich fragen, ob es der richtige Weg sei, bei den Biobauern anzusetzen. Fakt sei, dass 90 Prozent aller Direktleistungen an Bauern nicht an Umweltleistungen gebunden seien und die höchsten Subventionen in Richtungen Bullenmast und Maiskultur fließen würden. "Warum setzt Seehofer nicht dort an?" fragen sich die Grünen.

Dagegen sei die Förderung des Ökolandbaus weiterhin ein sinnvolles Ziel, so Sprecherin Gabi Bayer. "Wir wollen weiterhin, dass bis 2010 der Anteil für Ökolandbau auf 20 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche steigt. Wenn wir Biobauern fördern, bekommen wir auch eine Gegenleistung in Form gesunder Ernährung und Erhaltung der Natur", so Bayer. Die Konkurrenzfähigkeit mit dem europäischen Ausland sei nur gegeben, wenn man gegen den Subventionen der Nachbarländer für den Ökolandbau auch selbst Subventionen zahle.

Auch in der Frage der Gentechnik sind die Grünen nicht Seehofers Meinung. "Die Deutschen wollen mehrheitlich keine genveränderten Lebensmittel. Warum sollte deshalb mehr Genbau zugelassen werden?" fragen sich die Grünen. Zudem sei die Haftungsfrage bei Vermischung von normalen mit genveränderten Pollen ungeklärt. Da es keine verbindlichen Anbauregeln für Genprodukte gebe, könnten alle anderen Felder nicht ausreichend geschützt werden. Ein entsprechender Fonds sei nicht gerecht, so lange dort alle einzahlen sollen und das Verursacherprinzip nicht zum Tragen komme. Die Machbarkeit einer solchen Versicherung sei ebenfalls ungeklärt.

Gerade in Hinblick auf die Landwirte im Landkreis Neumarkt erklärt Stefan Schmidt, der Kreiskassier der Grünen: "Seehofers Pläne sind Augenwischerei. Erforderlich ist, dass kleine landwirtschaftliche Betriebe gefördert werden, statt den Großbetrieben ungerechtfertigte Gelder zukommen zu lassen". Die jüngsten Fleischskandale würden zeigen, dass Verbraucherschutz im Zusammenhang mit Landwirtschaft von weiterhin großer Bedeutung ist. Der Wandel im Bewusstsein der Verbraucher, für gute Ernährung auch einen fairen Preis zu bezahlen, habe erst begonnen und sollte von Seehofer nicht "im Keim erstickt" werden.
21.12.05

"Alles falsch gemacht"

NEUMARKT. In einer Vorstandsitzung analysierte der Ortsverband der Grünen die Oberbürgermeisterwahl.

Insgesamt herrscht Freude über den Wahlausgang, wurde das "eigentliche Ziel, die Ablösung der CSU im Oberbürgermeistersessel", doch erreicht. Mit dem eigenen Ergebnis konnte man allerdings nicht zufrieden sein. Als Ursache wurden viele Gründe ausgemacht, die "nur zum Teil außerhalb des eigenen Einflussbereichs" lägen.

Vor allem der Versuch, einen alternativen Wahlkampf zu machen, so z.B. weitgehend auf Plakatierung und Wahlflyer zu verzichten, scheint beim Wähler schlecht angekommen zu sein, hieß es.

"Es war der erste Wahlkampf, für den ich je zuständig war. Dabei habe ich wohl so ziemlich alles falsch gemacht, was nur möglich war", sagte der Ortsvorsitzende Horst Wild. Gut daran sei, daß man "entsprechend viel daraus lernen kann". Künftig solle wieder ein konventioneller Wahlkampf geführt werden.

Stadträtin und OB-Kandidatin Sieglinde Harres sah das Ganze positiv: "Es war ja die Generalprobe für die Stadtratswahlen in drei Jahren, und eine missglückte Generalprobe ist bekanntlich ein gutes Omen für die Premiere."
09.12.05


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17. Jahrgang