Freie Wähler

„Nicht akzeptabel“

NEUMARKT. Die Freien Wähler im Landkreis halten die geplante Einstellung des kinderärztlichen Notdienstes für „nicht akzeptabel“.

Die Umstrukturierungspläne der kassenärztlichen Vereinigung, den kinderärztlichen Notdienst für den gesamten Landkreis Neumarkt einzustellen, stößt auf enormen Missmut. Dass dies nicht widerspruchslos akzeptiert werden dürfe, darüber waren sich die Mitglieder der UPW/FW-Kreistagsfraktion in ihrer letzten Sitzung einig.

Oberbürgermeister und Fraktionsvorsitzender Thomas Thumann betonte die eminente Wichtigkeit einer ärztlichen Kindernotversorgung im Landkreis Neumarkt. „Die ärztliche Notversorgung von Kindern im Landkreis Neumarkt stellt ein sehr wertvolles und unverzichtbares Gesellschaftsgut dar, das nicht vernachlässigt werden darf“, sagte Thumann.

„Alleine in der Stadt sind über acht Prozent der Bevölkerung Kleinkinder unter neun Jahren, das sind weit über 3000“, sagte Martin Meier, Kreisrat aus Neumarkt und Vorsitzender der UPW-Stadtratsfraktion. Im Landkreis mit über 130.000 Einwohner vervielfache sich demnach die Zahl nochmals enorm. Dass gerade für die Kleinsten und Hilfsbedürftigsten der Notdienst in Neumarkt nicht mehr gewährleistet werden solle, sei „bei allem Respekt (...) nicht hinnehmbar“.


Die Gründe für die „Blockadehaltung“ der kassenärztlichen Vereinigung gegenüber den Vorschlägen der Neumarkter Kinderärzte sind für die UPW / FW „völlig haltlos“, zumal die der Ärzte äußerst konstruktive Lösungsvorschläge unterbreitet hätten. So hält die UPW-Fraktion im Kreistag den Vorschlag des Kinderarztes Dr. Lodes, den Wochenendnotdienst sukzessive stundenweise aufzubauen und Sprechstunden im Wechsel abzuhalten - beispielsweise am Vormittag in Neumarkt und nachmittags in Amberg -, für zielführend.

Aus der Kreistagsfraktion will man nun über OB Thumann politischen Druck auf die kassenärztliche Vereinigung aufzubauen und in diesem Zuge auch mit Landrat Willibald Gailler, dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger sowie Finanzminister Albert Füracker Kontakt aufnehmen, um die Entscheidung anzufechten und eine annehmbare Lösung zu finden.
04.09.20

„Zeitnaher Start“


Mit dem Umbau des Stadtparks soll nach Meinung der UPW bald begonnen werden - die Grafik stammt aus einem Hochglanzprospekt der Stadt im letzten Jahr
Grafik: Archiv/Stadt Neumarkt
NEUMARKT. Nachdem die Neumarkter den Plänen für den Stadtpark-Umbau die Rote Karte gezeigt haben, will man jetzt das Beste daraus machen.

Der erfolgreiche Bürgerentscheid hat im letzten Jahr die im Rathaus liegenden - und auch von der UPW unterstützten - Pläne für die Grünzone in Neumarkt Makulatur werden lassen. Jetzt wollen die Freien versuchen, die Umgestaltung des Stadtparks den Maßgaben der Bürger entsprechend durchzuführen. Man stehe der Sache positiv gegenüber, wie auch der Förderung des Bürgerhauseses, hieß es bei der letzten UPW-Fraktionssitzung.

"Es wird ein wunderbares Naherholungsgebiet inmitten der Altstadt, auf das man sich nur freuen kann", sagte UPW-Fraktionsvorsitzender Martin Meier zu der neuen Planung, bei der die Bedingungen des Bürgerentscheids „größtenteils“ berücksichtigt wurden. Gerade in Zeiten von Corona habe sich gezeigt, wie wichtig Naherholungsgebiete vor der Haustüre seien.


Man lege auch großen Wert darauf, hier zeitnah mit der Umgestaltung zu beginnen, damit die zur Verfügung gestellten Fördermittel der Regierung abgerufen werden können, so Meier. Von Seiten der Stadtverwaltung solle außerdem überprüft werden, ob man noch weitere Fördermittel zur Klimaanpassung oder Modernisierung von urbanen Räumen generieren könne.

Auch das Mehrgenerationenhaus wurde in der Sitzung der Stadtratsfraktion intensiv beleuchtet. „Dieses Erfolgsmodell, das Bürgerhaus als Mehrgenerationenhaus der Stadt Neumarkt zu kreieren, muss auf jeden Fall weitergeführt werden“, sagte der Referent für Nachhaltigkeitsförderung Sebastian Schauer. Er spricht sich für eine weitere Förderung durch das Förderprogramm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aus. Die langjährige Erfahrung habe gezeigt, dass mit diesem Förderprogramm vielfache Synergien und ein Mehrwert für die Neumarkter Bürger verbunden sei.

Genau diese multifunktionale Nutzung für möglichst viele Gruppe müsse auch das Ziel für das künftige Haus in Pölling sein. Auch hier gelte es gemeinsam ein Konzept zu entwickeln, damit das Haus von möglichst vielen Gruppen und Akteuren genutzt werden kann.
22.07.20

Golfplatz wird besucht

NEUMARKT. Der Ortsverband der Freien Wähler in Lauterhofen veranstaltet einen öffentlichen Spaziergang durch den Golfplatz Lauterhofen.

Treffpunkt ist am Mittwoch, 29. Juli, um 17.30 Uhr am Parkplatz direkt an der Zufahrtstraße.


Bei der etwa einstündigen Exkursion soll man die Natur und einige architektonische Highlights kennenlernen und erfahren, was ein Golfplatz zu bieten hat.

Anmeldungen sind unter Telefon 09186/909650 nötig.
20.07.20


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ISSN 1614-2853
19. Jahrgang
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