Kneipenbühne Oberweiling

„Unverschämte Musik“


„Unverschämte Wirtshausmusik“ in Oberweiling

NEUMARKT. Geli Huber und Otto Göttler füllten mit ihrer „Unverschämten Wirtshausmusik“ am Samstag die Kneipenbühne Oberweiling bis auf den letzten Platz.

Und wohl keiner der vielen Gäste bereute es, dem phantastischen Duo zu lauschen, obwohl in der engen Kneipe sogar die Tische hatten verbannt werden müssen, um mehr Raum zu schaffen.


Die Königsdorferin und der Giesinger erwiesen sich als hervorragende Musikanten, die den ganzen Abend über einen authentischen bayerischen Zwiegesang hinlegten und sich auch an ihren Instrumenten als absolut hieb- und stichfest erwiesen. Darüber hinaus deckten sie von lyrischen, klassisch anmutenden Instrumentalstücken über ausgefuchste Zwiefache bis hin zu Walzern und Polkas mühelos die Palette dessen ab, was man als bayerische Folklore bezeichnen kann.

Und Otto Göttler, der schelmische Conférencier, hatte wunderbare Zwischentexte auf Lager, mit denen er seine ebenso charmanten wie hinterfotzigen und kritischen Lieder vorbereitete – oft in rasantem Tempo und auf diversen Instrumenten präsentiert, als da wären: Ukulele, Akkordeon, Konzertina und Trompete.

Geli Huber an der Harfe und dem Hackbrett (und einmal ganz kurz an der Blockflöte) erwies sich als absolut ebenbürtige Partnerin, die ebenso wenig aufs Maul gefallen ist wie der Initiator des „Bairisch Diatonischen Jodelwahnsinns“.
28.10.18

Musikkabarett in Oberweiling

NEUMARKT. Otto Göttler, Gründer des Bairisch Diatonischen Jodelwahnsinns und Haudegen des bayerischen Musikkabaretts, kommt am Samstag nach Oberweiling.

Die Tradition der Wirtshausmusik war ihm schon immer wichtig und er pflegt sie zusammen mit der Harfenistin Geli Huber. Freche Lieder, politische Balladen, Zwiefache und Landler bringen die beiden ebenso erdig und überzeugend wie rockige Einlagen und bayrischen Blues, heißt es in der Einladung in die Kneipenbühne.


Die Texte ihrer Lieder sollen mit Witz und Humor von all den Plagen und Unzulänglichkeiten des Lebens erzählen.
22.10.18

„Franggn Mafia“ zu Gast


Die „Franggn Mafia“
Foto Heike Kindl
NEUMARKT. Die „Franggn Mafia“ debütierte in der gut gefüllten Kneipenbühne in Oberweiling mit Rockklassikern von den Beatles bis zu Lynyrd Skynyrd, von Canned Heat über Jimi Hendrix bis zur Frankenbänd.

Das Quintett erwies sich als handwerklich gediegende Nachspieltruppe mir einem ganz kleinen aber entscheidenden Unterschied: Die Texte wurden nicht im Original präsentiert, sondern in breites Mittelfränkisch umgemodelt – so wurde aus„Purple Rain“ ein „Bärbl Renn“, aus „Rolling On The River“ ein „Lou die ganze Woa liegn“, aus „Ain’t No Sunshine“ „Scheint ka Sunna“ und so weiter.


Das war witzig und traf jedenfalls den Geschmack der Fans, die teilweise von weit her angereist waren um kräftig mitzusingen und mitzuklatschen. Ein großes Handicap meisterte das Quintett bravourös: Der wegen einer Erkrankung ausgefallene Schlagzeuger wurde durch den Bassisten Norbert Czerwek ersetzt, der sich an den Drums mehr als wacker schlug – den Bass bediente stattdessen Jürgen Thanner, ein mit allen Rockwassern gewaschener Haudegen.
08.10.18

Herbstprogramm beginnt


2009 überreichte Bezirkstagspräsident Franz Löffler (r.) an Hanne und Roland Hertlein (3. und 4. von links) von der Kneipenbühne Oberweiling den Kulturpreis der Oberpfalz
Foto: Archiv/Martina Hirmer
NEUMARKT. Schon längst kein Geheimtipp mehr: die Kneipenbühne in Oberweiling eröffnet am nächsten Samstag ihr Herbstprogramm.

Bei Künstlern weltweit ist die Bühne in dem kleinen Dorf bei Velburg schon lange ein Begriff. Offiziell gewürdigt wurde die Kleinkunstbühne vor neun Jahren, als sie den Kulturpreis des Bezirks Oberpfalz erhielt.


Eröffnet wird das Herbstprogramm am Samstag mit einem Konzert des Pegnitztaler Trios „The Sandbox Josephs“. Dessen Besetzung ist Programm: eine Weissenborn Lap Steel, ein Banjo, eine elektrische Gibson. Mit diesen Instrumenten zaubern die Josephs einen ganz eigenen Sound herbei, mal zart und nahezu kammermusikalisch, mal erdig und roh, heißt es in der Ankündigung. Die selbst geschriebenen Lieder nehmen ihre Zuhörer mit auf die Reise durch das weite Land der „southern sadness“, wobei zwischen Blues und Bluegrass noch genügend Raum für wilde Euphorie und heroische Zusammenbrüche bleibt.

Eine Woche später treffen der Kölner Detlev Haimerl (Gitarre) und sein Bonner Musikerkollege Dirk Prignitz (Saxofon) auf die Crème de la Crème der süddeutschen Jazzszene, nämlich die Nürnberger Horst Faigle (Schlagzeug) und Johnny Pickel (Bass) und den Münchner Keyboarder Ernst Kreuzmair. Als Special Guest setzt die Erlanger Sängerin Elke Weidner Akzente. Das Sextett veranstaltet ein gemeinsames, freundschaftliches Konzertwochenende in Franken und unternimmt dazu einen Ausflug nach Oberweiling. Das Ensemble spielt Jazz mit einer funkigen Note in einer Mischung von Standards und Eigenkompositionen, nicht zu laut, nicht zu experimentell.

Last not least gibt es im dritten Septemberkonzert ein drittes Debüt: Das Duo „SteinMays“ präsentiert am 29.September „minimal pop music mit dem Prädikat: extrem sympathisch“. Die aus Köln stammende Sängerin und Cellistin Johanna Stein und der Nürnberger Komponist und Bassist Lutz J. Mays lassen in ihrem kongenialen Zusammenspiel und durch ihre starken musikalischen Charaktere ausdrucksvolle, vielschichtige Musik entstehen – als wohlschmeckende Nahrung für die Vorstellungskraft.

Weitere Highlights bis Dezember:
09.09.18


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ISSN 1614-2853
19. Jahrgang
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