Kneipenbühne Oberweiling

„Letzte Bestellung

NEUMARKT. Am Samstag spielt in der Oberweilinger Kneipenbühne „Letzte Bestellung", ein Trio alt gedienter Haudegen aus der Regensburger Folk-, Blues- und Jazzszene, das sich ganz dem Lebensgefühl auf dem Bayerischen Subkontinent verschrieben hat.

Die Texte – allesamt in Mundart – reichen von der ganz normalen Angst, kein Bier mehr zu bekommen, über diverse Alltagsmalaisen bis hin zur absurden Daseinsform des Weibes - weltüberspannend vom Bauchnabel bis mindestens nach Rosenheim. Und die Art und Weise ist, wie hierzulande typisch – lustig und grantig, gschert und feinsinnig, manchmal auch a bisserl absurd, und immer irgendwie durschtig.


Zur musikalischen Aufbereitung dieses Panoptikums bedienen sie sich einer fröhlichen Mixtur aus Folk- und Bluessounds. Da verschmelzen Countryklänge mit Wiener Walzer beim Weltuntergang, es jault der Slide wenn die Raucherlunge nach Luft schnappt und die Blue-Notes machen auch vor einem Zwiefachen nicht halt.
25.03.17

„Aus is'“

NEUMARKT. „Aus is'! – Sperrstundenkabarett“ nennt Andrea Limmer ihr zweites Programm, mit dem sie am Samstag in Oberweiling gastiert.

In der Vorweihnachtszeit hat sie bereits das zahlreiche Kneipenbühnen-Publikum mit ihren phantasievoll-skurrilen Geschichten restlos überzeugen können. Nun legt sie noch einen Zahn zu und beschäftigt sich mit den Begriffen „Anfang“ und „Ende“: Warum schwankt man in der heutigen Zeit dauernd zwischen Fern- und Heimweh?


Die Limmerin hat viel gesehen und eben das präsentiert sie charmant wie stimmgewaltig in schreiend komischen Figuren und tragisch-lustigen Liedern, heißt es in der Ankündigung. Da marschiert zum Beispiel die 80-jährige Adoptivgroßmutter Zilli auf, die mit ihrer Mistgabel einen Guerillakrieg gegen die Gefahren der Moderne anzettelt, da macht sich die neu durchgestylte Land- und Forstbevölkerung bemerkbar, dicht gefolgt von der linken Halbtags-Hippster-Hippie-Philosophin Hannah, die ihren Verstand mit viel Bewusstsein für Alles ins bewusstlose Aus schießt.
17.03.17

„BeBi-Duo“ in Oberweiling

NEUMARKT. Bertl Wenzl und Roland HH Biswurm – beides Mitglieder der ehemaligen "Negerländer" – präsentieren am Samstag als „BeBi-Duo“ experimentellen Free und Modern Jazz.

Die beiden Freigeister an Schlagzeug und Saxophon schaffen eine energiegeladene Atmosphäre, die stets das Publikum mit einbezieht, heißt es in der Ankündigung. Während des Konzerts untermauert der sprachgewaltige Roland HH Biswurm seine oft dadaistisch anmutenden Texte mit Schlagzeug und Perkussion und kombiniert seine Botschaft mit dem freien und augenzwinkernden Spiel von Bertl Wenzl am Saxophon.


Die beiden sollen immer für eine Überraschung gut sein, denn improvisiert ist nicht nur die Musik, frei erfunden sind auch die dazu kredenzten Texte des experimentellen Gesamtkunstwerks.
11.03.17

Trio statt Quintett


„Giftwood“

NEUMARKT. Mit leichtem Handicap spielte die Altdorfer Band „Giftwood“ in der Obeweilinger Kneipenbühne.

Da der Schlagzeuger erkrankt war und der Bassist lieber nicht ohne Drummer spielen wollte, musste sich das Quintett auf ein Trio reduzieren.

Das erschien nicht weiter schlimm, da die beiden Initiatoren des Projekts – Mike Kolb und Jörg Szameitat – zusammen mit dem filigran Piano und Akkordeon spielenden Wolfgang Völkl durchaus überzeugen konnten, auch wenn ihnen ein gewisser Grad an Nervosität anzumerken war. Den versuchten die beiden Cousins mit vielen, oft witzigen Zwischentexten zu kaschieren, was leider ein wenig auf Kosten des Gesamtbildes und des durchwegs liebenswerten „Feelings“ ging.


Auf der anderen Seite hatte das um die Rhythmusgruppe reduzierte Klangereignis durchaus seinen Reiz. Eines wurde jedenfalls evident: das Markenzeichen von „Giftwood“ ist und bleibt wunderschöner zweistimmiger Gesang und feinsinniges Arrangement, durch das in der Kneipenbühne auch hin und wieder die Lautstärke auf Flüsterniveau heruntergefahren wurde, was übrigens die Spannung im Publikum ungemein steigerte.

Mandoline und Mundharmonika brachten zudem viel Farbe ins Spiel. Man sollte darüberhinaus nicht vergeseen, dass Kolb/Szameitat das Risiko eingehen, eigene Songs zu schreiben, die sich zwar oft am Sound von „Simon & Garfunkel“ orientieren, aber trotzdem durch die Bank eigenständig, klug und stets von hoher Qualität sind.
06.03.17


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16. Jahrgang