Kneipenbühne Oberweiling

"Visuelles und klangliches Erlebnis"

NEUMARKT. Gesprochene und gespielte Poesie, bewegte und zerlegte Visionen auf zwei E-Bässen gibt es am Samstag in der Oberweilinger Kneipenbühne.

In ihrem ersten gemeinsamen Bühnenprogramm "Der Himmel und Einstein" verbinden die Musiker Lutz J. Mays und Wolfgang Riess moderne Lyrik, zeitgenössische Photographie und Malerei mit eigenen musikalischen Kompositionen. Beide verbindet das Bestreben, Literatur, darstellende Kunst und Musik als eine Einheit auf der Bühne zu präsentieren.


Für das Programm "Der Himmel und Einstein" wählten sie Texte der Lyrikerinnen Marieluise Müller und Petra Feigl. Beide Dichterinnen sollen in besonderem Maße die Gefühle und Gedanken ausdrücken, die der Musiker Lutz J. Mays in seinen vielschichtigen Kompositionen verarbeitet.

Visuell wird das Bühnenprogramm durch Videoinstallationen von Wolfgang Riess ergänzt. Dafür verwendet er Bilder der Künstler Gudrun Schüler, Lothar Böhm und der Photographen Angelika Emmerling und Udo Beck.

"Das Programm stellt ein intellektuelles, visuelles und klangliches Erlebnis dar, das den Besucher auf melancholische Reisen zum vermeintlichen Kern des Seins mitnimmt", heißt es in der Ankündigung.
16.12.17

Rock’n’Roll lebt noch


Die „Greyhounds“

NEUMARKT. Rock’n’Roll ist immer noch quicklebendig. Das bewiesen am Samstag die „Greyhounds“ in der gut besuchten Oberweilinger Kneipenbühne, indem sie einen Bogen von den Anfängen der Rock’n’Roll-Ära über Beatles, Stones, Countrymusik (Johnny Cash) und amerikanischen Soul, (unter anderem von James Brown) spannten und ohne Mühe zurück zur puristischen Variante dieses unverwüstlichen Genres gelangten, etwa mit Eddie Cochrans „Summertime Blues“.


Ruben Zimmermann (Bass) und Bastian Konik (Schlagzeug, Gesang) erwiesen sich als zwei ausgezeichnete Instrumentalisten, die gemeinsam einen gehörigen musikalischen Druck in die Band brachten. Xaver Müller (Sologitarre, Gesang). Marcus Pfister (Keyboards, Gesang) und Leadsänger Josef Rappl konnten sich anhand dieser hieb- und stichfesten Rhythmussektion ungehindert entfalten und zeigten hohe Qualität, auch bei Breaks und Unisonostellen.

Variantenreich wurde der Abend nicht nur durch die Programmgestaltung, sondern auch durch schönen, mehrstimmigen Gesang und die Tatsache, dass sowohl Konik als auch Müller durchaus als Gesangssolisten bestehen.
11.12.17

„Song Poets“ in Oberweiling


Die „Song Poets“ in Oberweiling

NEUMARKT. In Oberweiling präsentierten die Regensburger Urgesteine Hans „Yankee“ Meier, Sepp Frank, Robert Hasleder und Christian Veith – alias „Song Poets“– ihr Singer/Songwriter-Programm, das im Großen und Ganzen aus Liedern von Guy Clark, Townes Van Zandt und John Prine bestand.

Das Konzert in der Kneipenbühne war geprägt von traumhaft sicherem, oft vierstimmigem Gesang, von einer stets spannenden, variierenden Besetzung und imponierender Instrumentenbeherrschung. Das alles zusammen ergab ein einzigartiges und unverwechselbares Projekt.


Da stand der Klang einer gefühlvoll und virtuos gespielten Dobro (Robert Hasleder, auch Gitarre und Banjo) neben einem ebenso großartigen Akkordeon (Sepp Frank, der auch den Kontrabass hinreißend gut bediente); da maß sich Yankee Meiers virtuoses Gitarrenspiel mit dem ebenbürtigen Mandolinen-Wizard Christian Veith.

Das und nicht zuletzt die kluge Programmauswahl, bei der hin und wieder ein bekannter Song von Bob Dylan eingestreut wurde, um dem Publikum einen Wiedererkennungseffekt zu gönnen, begeisterten die zahlreichen Zuhörer.
27.11.17

Saftiger Rock


"Diebe und Komplizen"
Foto: Volker Kindl
NEUMARKT. "Diebe und Komplizen" debütierten am Samstag auf der Kneipenbühne in Oberweiling mit "saftigem Rock", wie sie ihren Stil nannten.

Die vier perfekt eingespielten Freunde wagten es, ausschließlich eigene Stücke zu präsentieren und das noch dazu in der Muttersprache.


Allerdings verstand man trotzdem die Texte nur schlecht und von der mit phantasievollen Sounds gespielten Orgel (Martin Hert, auch zweite Gesangsstimme) hörte man zu wenig. Die Gitarre (Anton Krammel, auch Gesang, Texte und Komposition) und das Schlagzeug (Herbert Ehrl) deckten manchmal sogar den Bass (Peter Pommer) zu, der sehr schön groovte und einfallsreiche Läufe zum Besten gab.

Das kompakte, stets auf den Punkt kommende Arrangement machte allerdings einiges wieder gut und das Publikum goutierte das Gesamtbild mit mehreren Zugabeforderungen.
06.11.17


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ISSN 1614-2853
17. Jahrgang